07 May 2026, 06:12

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff in wirtschaftlich turbulenter Phase

Logo des 48. Versorgungsmanagementgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsmanagement" in blau und dem Text "48. Versorgungsmanagementgeschwader" in fetter schwarzer Schrift.

Jungheinrich verliert Finanzvorständin Heike Wulff in wirtschaftlich turbulenter Phase

Jungheinrich gibt vorzeitigen Abschied von Heike Wulff aus dem Vorstand bekannt

Heike Wulff wird das Unternehmen früher als geplant verlassen – dies teilte der Intralogistik-Spezialist Jungheinrich mit. Die Entscheidung erfolgte in gegenseitigem Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und markiert einen Führungswechsel in einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Wulff war ursprünglich Anfang 2026 in den Vorstand berufen worden, ihr Vertrag sollte ursprünglich bis Mai 2027 laufen.

Ihr Ausscheiden fällt in eine Zeit zunehmender wirtschaftlicher Herausforderungen für den Flurförderzeug-Hersteller. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte ein. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie der harte Wettbewerb in der Branche verschärften die finanzielle Belastung zusätzlich.

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Der Wechsel an der Spitze fällt zudem mit einer breiten Marktschwäche zusammen: Die Marktkapitalisierung von Jungheinrich ist seit Ende 2025 um fast 30 Prozent gesunken und liegt derzeit bei rund 2,6 Milliarden Euro. Die Aktienstruktur des Unternehmens bleibt gespalten – 54 Millionen stimmberechtigte Stammaktien, die je zur Hälfte von den beiden Töchtern des Firmengründers kontrolliert werden, stehen 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien gegenüber, die im MDAX gehandelt werden.

Lars Brzoska, der amtierende Vorstandsvorsitzende, übernimmt vorläufig die Finanzverantwortung. Er wird die Finanzsparte kommissarisch leiten, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

Wulffs Abgang spiegelt sowohl interne Umstrukturierungen als auch externe Finanzdruck wider. Brzoskas vorübergehende Übernahme der Finanzabteilung soll die Geschäfte stabilisieren, während das Unternehmen nach einer neuen Finanzchefin oder einem neuen Finanzchef sucht. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der Jungheinrich mit einem deutlichen Rückgang der Profitabilität und des Börsenwerts kämpft.

Quelle