05 June 2026, 14:42

Kirsten Bruhn erhält als zweite Frau Schleswig-Holsteins Ehrenbürgerschaft

Paralympicsiegerin Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin

Kirsten Bruhn erhält als zweite Frau Schleswig-Holsteins Ehrenbürgerschaft

Kirsten Bruhn ist die zweite Frau, die die Ehrenbürgerschaft Schleswig-Holsteins erhält. Ihre Erfolge reichen von paralympischen Triumphen bis zu ihrem unermüdlichen Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Die Auszeichnung krönt ein Leben voller Pionierleistungen – im Sport und darüber hinaus.

Bruhns Weg begann mit drei Jahren, als ihr Vater sie zum Schwimmen ermutigte. Als jüngstes von fünf Geschwistern spürte sie stets den Drang, sich zu beweisen. Schon als Teenager trainierte sie sechs Stunden täglich – nicht wegen elterlichen Drucks, sondern aus purem Willen.

Ein Motorradunfall im Jahr 1991 veränderte ihr Leben für immer. Statt aufzugeben, wurde sie zu einer leidenschaftlichen Fürsprecherin für Behindertensport und kämpfte für mehr Sichtbarkeit und Förderung. Ihre Karriere im Becken blühte auf: Sie gewann zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen bei den Paralympics.

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Doch Bruhns Engagement ging weit über den Sport hinaus. Bei einer Krankenkasse setzte sie sich für eine bessere Behandlung und Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung ein. Ihre Widerstandsfähigkeit und ihr offenes Auftreten wurden später in einer Dokumentation des Landes Schleswig-Holstein festgehalten. Seit Jahrzehnten betont sie: Es komme auf Fähigkeiten an, nicht auf Grenzen – eine Botschaft, die sie unermüdlich vertritt.

Ihre Familie, besonders ihr Vater, stand ihr dabei stets zur Seite. Diese Unterstützung prägte sie zu einer der erfolgreichsten Paralympionikinnen Deutschlands und zu einer führenden Stimme für gesellschaftlichen Wandel.

Die Ehrenbürgerschaft unterstreicht Bruhns Wirkung – im und außerhalb des Wassers. Ihre Medaillen und ihr Einsatz haben das Bild von Behinderung in der Gesellschaft verändert. Die Auszeichnung festigt ihr Vermächtnis als Pionierin für Inklusion und Selbstbestimmung.

Quelle