29 June 2026, 12:20

Kraftstoffrabatt: Warum Autofahrer nicht die volle Ersparnis erhielten

Tankrabatt nicht vollständig an Diesel-Kunden weitergegeben

Kraftstoffrabatt: Warum Autofahrer nicht die volle Ersparnis erhielten

Eine aktuelle Studie des ifo Instituts stellt die Behauptung infrage, dass der deutsche Kraftstoffrabatt vollständig an die Autofahrer weitergegeben wurde. Die Maßnahme kostete den Staat 1,6 Milliarden Euro, doch ihr Nutzen bleibt umstritten. Auch ein Bericht der Monopolkommission kommt zu einem ähnlichen Schluss und sieht eine unvollständige Weitergabe der Ersparnisse an die Verbraucher.

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Das ifo Institut verglich die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich, um die Wirkung des Rabatts zu bewerten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Ersparnisse bei den Premiumkraftstoffen Super E5 und Super E10 jeweils 17 bzw. 16 Cent pro Liter betrugen. Diese Werte entsprachen weitgehend der Höhe der Steuerermäßigung, was auf eine nahezu vollständige Weitergabe bei Benzin hindeutet.

Allerdings argumentiert auch die Monopolkommission in ihrer Untersuchung, dass nicht alle Ersparnisse bei den Verbrauchern ankamen. Die Unterschiede zwischen den beiden Berichten könnten auf verschiedene Methoden zur Schätzung der Rabattwirkung zurückzuführen sein. Zudem führte die teilweise Beibehaltung des Dieselrabatts dazu, dass ein Teil der Vorteile bei den Mineralölkonzernen blieb und nicht an die Autofahrer weitergegeben wurde.

Die Regierung hat nun beschlossen, den Kraftstoffrabatt zu beenden. Mit dem Auslaufen der Förderung werden die Preise voraussichtlich zu Beginn des Juli wieder steigen. Trotz der erwarteten Preiserhöhung gilt die Abschaffung des Rabatts als richtiger Schritt. Sowohl das ifo Institut als auch die Monopolkommission sind sich einig, dass nicht alle Ersparnisse an die Autofahrer weitergegeben wurden. Die Debatte zeigt, wie komplex die Nachverfolgung von Kraftstoffpreisentwicklungen und deren Auswirkungen auf die Verbraucher ist.

Quelle