02 May 2026, 10:15

Krebsdiagnose und Kosmetikmarke: Wie Bloggerin Lerchek Russland polarisiert

Buntes Plakat für das Nationale Krebsinstitut mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, das einen Kreis aus überlappenden, fröhlichen Bildern von verschiedenen Menschen zeigt, die den fetten Text "NATIONAL CANCER INSTITUTE" umgeben.

Krebsdiagnose und Kosmetikmarke: Wie Bloggerin Lerchek Russland polarisiert

Die russische Bloggerin Valeria Tschekalina, bekannt unter ihrem Online-Namen Lerchek, hat öffentlich über ihren Kampf gegen Krebs im Stadium 4 gesprochen – und gleichzeitig eine neue Kosmetikmarke auf den Markt gebracht. Ihr Ansatz, persönliche Schicksalsschläge mit öffentlicher Selbstvermarktung zu verbinden, sorgt sowohl bei ihrem Publikum als auch bei Branchenexperten für Diskussionen. Der Produzent Gera Iwashtschenko beschreibt ihre Strategie als ungewöhnlich für ein russisches Publikum, wo eine solche Offenheit selten zu beobachten ist.

Tschekalina hatte erst kürzlich ihre Krebserkrankung bekannt gegeben und veröffentlicht seitdem Videos, in denen sie ihr verändertes Aussehen und ihre emotionale Achterbahnfahrt zeigt. Dieses Maß an Transparenz steht im krassen Gegensatz zum Verhalten vieler russischer Prominenter, die sich in ähnlichen Situationen meist aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Iwashtschenko betont, dass die Ehrlichkeit der Bloggerin zwar beeindruckend sei, einige Zuschauer ihre Inhalte jedoch als zu sehr auf Mitleid bedacht kritisieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auch Tschekalinas Privatleben steht im Fokus der Öffentlichkeit. Ihr Ex-Mann, Artem Tschekalin, wurde nach einer Verurteilung wegen Devisenbetrugs zu sieben Jahren in einer Moskauer Strafkolonie verurteilt. Trotzdem baut sie weiter ihre Marke Eyya Skin auf – eine Kosmetiklinie, die sie mitten in ihren gesundheitlichen Kämpfen lanciert hat.

Iwashtschenko vermutet, dass Tschekalinas öffentliche Strategie darauf abzielt, die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern. Der Produzent erkennt an, dass sie globale PR-Taktiken nutzt, die für viele russische Beobachter noch ungewohnt – mitunter sogar befremdlich – wirken. Die Reaktionen auf den Markenstart fallen gemischt aus: Einige Follower hinterfragen das Gleichgewicht zwischen Authentizität und kommerziellem Kalkül.

Tschekalinas Entscheidung, ihren Krebskampf zu dokumentieren und gleichzeitig ein Unternehmen zu bewerben, hebt sie aus der russischen Medienlandschaft hervor. Die Resonanz zeigt eine Spaltung: Während die einen ihre Widerstandskraft bewundern, stellen andere ihre Methoden infrage. Ihre Geschichte entwickelt sich weiter, während sie sich zwischen gesundheitlichen Herausforderungen, juristischen Angelegenheiten und unternehmerischen Zielen bewegt.

Quelle