16 March 2026, 18:22

Lamin Leroy Gibba gewinnt Blauen Panther für seine mutige ARD-Serie Black Fruits

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer vielseitigen Gruppe von Menschen mit ernsten Gesichtern, begleitet von dem Text 'Verschiedene Arten von Unzivilisierten Menschen' unten auf einer Buchseite.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland! - Lamin Leroy Gibba gewinnt Blauen Panther für seine mutige ARD-Serie Black Fruits

Lamin Leroy Gibba erhält den Bayerischen Fernsehpreis (Blauer Panther) für seine ARD-Serie Black Fruits. Die von ihm kreierte, geschriebene und Hauptrolle tragende Produktion wurde anfangs als zu nischenspezifisch für das deutsche Publikum abgetan. Heute erntet sie nicht nur Kritikerlob, sondern ist auch für den Grimme-Preis nominiert.

Gibba wuchs als ältestes von sechs Geschwistern in Hamburg auf. Schon früh zeigte er ein natürliches Talent für Schauspiel und Geschichten. Später studierte er in New York, wo er auf Hollywood-Legenden traf und ein Stipendium für seine künstlerische Weiterentwicklung erhielt.

Black Fruits wurde zu Gibbas Herzensprojekt, für das er kämpfte, um Lalos Geschichte auf den Bildschirm zu bringen. Die Serie begleitet einen schwarzen, schwulen Mann, der sich im Alltag mit Rassismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert sieht. Um Authentizität zu gewährleisten, holte Gibba ein Team aus überwiegend queeren Menschen und People of Color hinter die Kamera – eine Perspektive von innen.

Trotz anfänglicher Skepsis hat die Serie alle Erwartungen übertroffen. Ihre schonungslose Darstellung marginalisierter Erfahrungen findet bei Publikum und Kritik gleichermaßen Anklang.

Der Bayerische Fernsehpreis würdigt Gibbas Arbeit als Schöpfer und Hauptdarsteller. Seine Entscheidung, unterrepräsentierte Stimmen in den Mittelpunkt zu stellen, macht Black Fruits zu einer Besonderheit im deutschen Fernsehen. Die Serie gilt heute als bemerkenswerte Leistung zeitgenössischen Erzählens.

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