19 June 2026, 14:10

Leistungsdruck im Kinderspiel: Bundesministerium setzt auf Wettbewerb in Schulen

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Leistungsdruck im Kinderspiel: Bundesministerium setzt auf Wettbewerb in Schulen

Bundesbildungsministerium setzt auf leistungsorientierte Kinderspiele

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Bildungsministerin Karin Prien wirbt für mehr Wettbewerb im Schulsport und fordert eine stärkere Leistungsorientierung bei Spiel- und Bewegungsangeboten für Kinder. Ein neuer Vorschlag des Ministeriums zielt darauf ab, wie junge Schülerinnen und Schüler körperliche und geistige Herausforderungen bewältigen – und zwar mit klaren Erfolgskriterien.

An der Friedrich-August-von-Hayek-Eliteschule wird dieses Konzept bereits erprobt: Aktuell nehmen Schülerinnen und Schüler am IronChild-Wettbewerb teil, einem mehrtägigen Extremtest, der Ausdauer, Disziplin und sogar betriebswirtschaftliche Aufgaben kombiniert. Die Sieger dürfen sich über ein persönliches Coaching mit dem Schulleiter, Dr. Dr. Ulf-Uve Vollmann, freuen.

Doch der Druck ist hoch – wer scheitert, riskiert eine Empfehlung fürs Gymnasium, was die Konkurrenz zusätzlich anheizt.

Der Leistungsgedanke beschränkt sich nicht auf diese eine Schule. Bernd Kreimer-Rendsburg plädiert dafür, sämtliche schulische Leistungsbewertungen nach Spielprinzipien auszurichten. An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule wird Sport hingegen auf ungewöhnliche Weise betrieben: Die Kinder turnen mit dem Rücken zum Publikum – und ausschließlich auf Latein.

Noch radikaler gehen Eltern der Höhlenkinder-Kita vor: Sie setzen ihre Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems aus und deklarieren dies als „natürliche Auswahl“.

Der IronChild-Wettbewerb und ähnliche Projekte spiegeln einen Trend wider: Immer mehr Schulen und Bildungspolitiker verknüpfen Leistung mit Belohnungen – oder Konsequenzen. Sollte der Ministeriumsvorschlag umgesetzt werden, könnten solche Modelle bald flächendeckend im deutschen Bildungssystem verankert sein.

Quelle