16 March 2026, 12:22

Lyten plant revolutionäre Batteriefabrik für Lithium-Schwefel-Technologie in Heide

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.

Lyten plant Batteriewiederbelebung in Heide mit spezieller Technologie - Lyten plant revolutionäre Batteriefabrik für Lithium-Schwefel-Technologie in Heide

Das US-amerikanische Unternehmen Lyten treibt seine Pläne für den Bau einer hochmodernen Batteriefabrik in der Nähe von Heide in Norddeutschland voran. Das Vorhaben folgt auf die jüngste Übernahme der insolventen schwedischen Werke von Northvolt durch Lyten für fast 5 Milliarden Dollar. Falls das Projekt gelingt, soll am Standort Lithium-Schwefel-Batterien produziert werden – eine Technologie, die auf kritische Rohstoffe wie Kobalt und Nickel verzichtet.

Lytens Expansion nach Deutschland begann mit dem Kauf des Hauptwerks von Northvolt in Skellefteå sowie dessen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Västerås. Der Deal im Volumen von rund 4,2 Milliarden Euro versetzt das Unternehmen in die Lage, die Produktion von Lithium-Schwefel-Batterien hochzufahren. Derzeit laufen Verhandlungen mit der Bundesregierung, der KfW-Entwicklungsbank und Vertretern Schleswig-Holsteins, um die deutsche Northvolt-Tochter zu übernehmen.

Die geplante Anlage bei Heide soll eine Batteriezellenfabrik, ein Rechenzentrum und ein Energiespeicherkraftwerk umfassen. Mit dem Baubeginn könnte bereits 2027 begonnen werden – vorausgesetzt, die Übernahme der deutschen Northvolt-Aktivitäten kommt zustande. Lyten hält über 550 Patente für Lithium-Schwefel-Batterien und fortschrittliche 3D-Graphen-Materialien, die am Standort zum Einsatz kommen sollen.

Lithium-Schwefel-Batterien bieten einen entscheidenden Vorteil: eine hohe Energiedichte bei geringem Gewicht, was sie ideal für Anwendungen macht, bei denen Platz und Effizienz eine Rolle spielen. Allerdings benötigen sie pro Kilowattstunde mehr Lithium und halten derzeit weniger Ladezyklen stand als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Um das Projekt langfristig zum Erfolg zu führen, ist die Einrichtung eines Investitionsbeirats mit wichtigen Akteuren vorgeschlagen worden.

Auch die lokale Unterstützung wird eine zentrale Rolle spielen. Das Unternehmen braucht eine angesehene Persönlichkeit in der Region, um Vertrauen aufzubauen und Rückhalt zu mobilisieren. Eine weitere große Herausforderung besteht darin, die Patente in funktionierende industrielle Prozesse umzusetzen.

Das Vorhaben hat bereits das Interesse der Wirtschaft in Norddeutschland geweckt. Gelingt die Umsetzung, würde die Anlage einen Wandel weg von der Massenproduktion von Batterien hin zu spezialisierten Lithium-Schwefel-Technologien markieren. Der Erfolg hängt davon ab, die Northvolt-Tochter zu sichern, die Finanzierung abzuschließen und die technischen Hürden bei der Hochskalierung des neuen Batteriedesigns zu überwinden.

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