25 June 2026, 18:09

Mercedes-Benz will 40-Stunden-Woche einführen – Streit um Lohnkosten und Wettbewerbsfähigkeit

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Benz will 40-Stunden-Woche einführen – Streit um Lohnkosten und Wettbewerbsfähigkeit

Mercedes-Benz steht unter Druck, die Arbeitszeiten in Deutschland auszuweiten, um Lohnkosten zu senken. Der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Brudermüller plädierte dafür, zur 40-Stunden-Woche zurückzukehren, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Der Vorschlag hat unter den Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretern eine Debatte ausgelöst.

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Aktuell arbeiten die Beschäftigten bei Mercedes-Benz eine standardmäßige 35-Stunden-Woche. Brudermüller argumentierte, dass die strukturellen Kosten – insbesondere die Personalkosten – in Deutschland höher lägen als in anderen Ländern. Längere Arbeitszeiten seien notwendig, um sich an internationale Maßstäbe anzupassen und die Position des Unternehmens zu sichern.

Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, lehnte den Vorstoß ab. Er betonte, dass eine Ausweitung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich nicht funktionieren würde, zumal einige deutsche Werke bereits unterausgelastet seien. Lümali wies zudem darauf hin, dass Tarifverhandlungen von der IG Metall und der Arbeitgebervereinigung geführt würden – Änderungen seien daher ohne deren Zustimmung nicht möglich.

Das Unternehmen prüft nun alternative Wege, um die Effizienz zu steigern. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern laufen weiter, doch konkrete Pläne zur Änderung der Arbeitszeiten gibt es bisher nicht.

Der Streit zeigt die Schwierigkeit, Kostensenkungen mit Arbeitnehmerrechten in Einklang zu bringen. Mercedes-Benz erwägt weiterhin verschiedene Optionen und steht im Austausch mit den Gewerkschaften. Vorerst bleibt es bei der 35-Stunden-Woche.

Quelle