04 May 2026, 10:12

Merz blockiert SPD-Pläne: "Keine Steuererhöhungen für Spitzenverdiener"

Ein verblichener 19. Jahrhundert-Karte von Deutschland, die historische politische Teilungen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Merz blockiert SPD-Pläne: "Keine Steuererhöhungen für Spitzenverdiener"

Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Koalitionspartner von der SPD davor gewarnt, höhere Steuern für Spitzenverdiener voranzutreiben. In einem vorab aufgezeichneten Interview für die ARD-Sendung Caren Miosga machte er deutlich, dass die CDU/CSU unter seiner Führung solche Pläne nicht unterstützen werde.

Seine Äußerungen erfolgten als Reaktion auf Forderungen des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil nach einer stärkeren Besteuerung vermögender Bürger. Merz betonte, dass Kompromisse von beiden Seiten Zurückhaltung erforderten – und nicht nur von einer.

Direkt zu Klingbeils Vorschlägen sagte Merz, die SPD müsse in ihrer Steuerpolitik Mäßigung zeigen. Er unterstrich, dass die CDU/CSU jeden Vorstoß zu Steuererhöhungen blockieren werde, und erklärte entschlossen: „Das wird mit der CDU/CSU nicht passieren. Und auch nicht mit mir.“

Gleichzeitig wies er den Vorwurf zurück, seine Ablehnung zeuge von Schwäche, und warnte die SPD davor, seine Haltung falsch zu deuten. „Kompromiss ist keine Einbahnstraße“, sagte er und betonte, dass Zusammenarbeit nur funktionieren könne, wenn alle Seiten Zugeständnisse machten.

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Über die Steuerpolitik hinaus verwies Merz auf die politischen Realitäten im Land. „Es gibt in Deutschland keine linke Mehrheit“, stellte er fest und bekräftigte damit, dass die CDU ihre wirtschaftspolitische Position nicht ändern werde. Zugleich räumte er wachsende Unzufriedenheit in den eigenen Reihen ein, versicherte aber: „Ich habe keinen Auftrag, die CDU zu zerstören.“

Das Interview, das am Sonntagabend ausgestrahlt wird, unterstreicht die tiefen Gräben zwischen den Koalitionspartnern. Merz’ klare Absage an Steuererhöhungen setzt eine deutliche Grenze für künftige Verhandlungen. Die SPD-Vorschläge stoßen damit auf massiven Widerstand der CDU/CSU-Führung.

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