Merz und Macron beenden gescheitertes deutsch-französisches Kampfflugzeugprojekt
Vesna DöhnMerz und Macron beenden gescheitertes deutsch-französisches Kampfflugzeugprojekt
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Entscheidung verteidigt, das deutsch-französische Kampfflugzeugprojekt aufzugeben. Er und Staatspräsident Macron einigten sich darauf, die gemeinsame Entwicklung des Jets nach wiederholten gescheiterten Versuchen zu beenden, die beteiligten Unternehmen auf eine Linie zu bringen. Damit endet eine langjährige Blockade in der Verteidigungskooperation zwischen beiden Ländern.
Merz und Macron gaben die Entscheidung am Freitag bekannt. Trotz intensiver Vermittlungsbemühungen konnten sich die beteiligten Konzerne nicht auf das weitere Vorgehen bei der Entwicklung des Kampfflugzeugs der sechsten Generation verständigen. Beide Staatschefs betonten, dass der Schritt nicht leichtfertig getroffen wurde.
Die Absage bedeutet jedoch nicht das Ende der gesamten deutsch-französischen Rüstungszusammenarbeit. Merz bestätigte, dass der Kern des FCAS-Projekts – ein europäisches „System der Systeme“ – weiterverfolgt wird. Deutschland und Frankreich werden ihre breiter angelegte Verteidigungspartnerschaft aufrechterhalten, auch wenn das Kampfflugzeugvorhaben nun fällt.
Die Einstellung des Projekts ebnet der Industrie den Weg, alternative Ansätze bei der Entwicklung moderner Kampfflugzeuge zu erkunden. Zwar wird der gemeinsame Jet nicht realisiert, doch die Zusammenarbeit in anderen Rüstungsvorhaben bleibt bestehen. Die Entscheidung lenkt den Fokus auf neue Wege für künftige Projekte der militärischen Luftfahrt.






