Mitteldeutschland-Anbindung: Elektrifizierung verzögert sich bis 2032
Rebekka LangernMitteldeutschland-Anbindung: Elektrifizierung verzögert sich bis 2032
Die BSW-Landesgruppe Thüringen fordert schnellere Fortschritte beim Ausbau der Mitteldeutschland-Anbindung. Das Projekt sei entscheidend, um den Fernverkehr zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland zu verbessern, argumentiert die Gruppe. Doch durch Finanzierungslücken hat sich der Baubeginn auf frühestens 2028 verzögert.
Die Abgeordnetengruppe setzt sich dafür ein, die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz vollständig zu elektrifizieren und teilweise auf zweigleisigen Betrieb auszubauen. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Gruppe, betonte die Dringlichkeit dieser Maßnahmen. Die geschätzten Kosten allein für diesen Abschnitt belaufen sich auf 544 Millionen Euro.
Die vollständige Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Verbindung soll die Verbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet beschleunigen. Doch das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Da für mehrere Schienenprojekte bis 2029 noch 2 Milliarden Euro fehlen, wurde der geplante Baubeginn nun auf 2028 verschoben.
Die BSW stuft diese Verbindung als eine der wichtigsten Bahnstrecken Thüringens ein. Trotz ihrer Bedeutung wird die vollständige Elektrifizierung jedoch frühestens 2032 abgeschlossen sein. Die Verzögerungen bedeuten, dass schnellere Schienenverbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland Jahre länger auf sich warten lassen als geplant. Ohne zusätzliche Bundesmittel bleibt der Zeitplan des Projekts ungewiss. Die BSW drängt weiterhin auf mehr finanzielle Unterstützung, um die Arbeiten voranzutreiben.






