Niedersachsen bricht CO₂-Rekord: 33 Prozent weniger Emissionen seit 1990
Dorit GierschnerNiedersachsen bricht CO₂-Rekord: 33 Prozent weniger Emissionen seit 1990
Niedersachsen macht große Fortschritte bei erneuerbaren Energien und CO₂-Reduktion
2023 verzeichnete das Land die niedrigsten energiebedingten CO₂-Emissionen seiner Geschichte – ein Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Umweltminister Christian Meyer präsentierte diese Zahlen am Mittwoch zusammen mit weiteren wichtigen Entwicklungen.
Die CO₂-Emissionen Niedersachsens sanken 2023 auf 51,6 Millionen Tonnen. Das entspricht einer Reduzierung um 32,9 Prozent seit 1990. Meyer betonte zudem das ehrgeizige Ziel des Landes, bis 2025 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien zu decken.
Die Genehmigungen für Windkraftanlagen erreichten Rekordwerte, und die Photovoltaik-Kapazität wuchs auf etwa 10,5 Gigawatt. Das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG könnte, einmal voll operational, die CO₂-Emissionen jährlich um rund 7,6 Millionen Tonnen senken.
Ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte der Landesrechnungshof seinen Jahresbericht. Er forderte nachdrücklich mehr Klimaschutzmaßnahmen – eine Position, die Meyer grundsätzlich unterstützte. Allerdings äußerte er Bedenken gegenüber möglichen Änderungen bei der Wärmeplanung und dem Gebäudeenergiegesetz. Kritisch äußerte er sich auch zu einer geplanten „Redispatch-Reserve“, die Klimainvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro in der Region gefährden könnte.
Niedersachsens Emissionen sind auf einem historischen Tiefstand, und der Ausbau erneuerbarer Energien sowie Großprojekte wie SALCOS schreiten voran. Gleichzeitig warnen Verantwortliche vor politischen Weichenstellungen, die den Fortschritt bremsen könnten.






