Niedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
Dorit GierschnerNiedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
Kampagne für Internationalen Frauentag als Feiertag in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Die Initiative, den Internationalen Frauentag am 8. März in Niedersachsen zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen, erhält zunehmend Unterstützung. Hinter dem Vorstoß stehen der DGB, die Verdi-Gewerkschaft und der Landesfrauenrat – gemeinsam haben sie bereits über 5.000 Unterschriften gesammelt. Nun drängen die Befürworter auf eine offizielle Prüfung durch die Landespolitik.
Ausgangspunkt war eine Petition, die die Anerkennung des 8. März als Feiertag forderte. Der Petitionsausschuss brachte das Anliegen ins Parlament ein, woraufhin das Innenministerium den Vorschlag prüfte. Mittlerweile haben Ministeriumsvertreter Gespräche mit den Initiatoren geführt, aber auch mit Wirtschaftsverbänden und anderen Interessengruppen.
Niedersachsen hat derzeit nur zehn gesetzliche Feiertage – so wenige wie kein anderes Bundesland. Die Unterstützer der Kampagne sehen darin ein starkes Argument für die Einführung eines weiteren. Verdi verweist auf Studien, die zeigen, dass frühere Feiertagseinführungen in Deutschland keine negativen wirtschaftlichen Folgen hatten.
Kritik kommt vor allem von Seiten einiger Wirtschaftsvertreter, die vor möglichen wirtschaftlichen Nachteilen warnen. Dennoch will die Initiative ihre Aktivitäten ausbauen. Bei der nächsten Plenarsitzung des Landtages werden die Organisatoren vor dem Parlament präsent sein, um mit Abgeordneten und der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen. Damit der Vorschlag vorankommt, müsste eine Fraktion einen formellen Antrag einbringen.
Das Innenministerium bewertet die Pläne weiterhin. Bei einer Zustimmung würde der 8. März in Niedersachsen zum offiziellen Feiertag. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von der parlamentarischen Unterstützung und den Ergebnissen weiterer Beratungen ab.
