08 May 2026, 20:12

NRW kämpft für bundesweiten Mutterschutz für Solo-Selbstständige

Schwangeres Paar Hand in Hand mit Händen auf dem Bauch, tragend in einem holzigen Outdoor-Setting.

NRW kämpft für bundesweiten Mutterschutz für Solo-Selbstständige

Nordrhein-Westfalen treibt gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland voran

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Die Landesregierung hat ihre Forderung nach einem flächendeckenden Mutterschutz für Solo-Selbstständige erneuert – gestützt durch eine Machbarkeitsstudie und ein breites Bündnis von Unterstützern. Derzeit bringen jährlich rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt, ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte zu genießen.

Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat konkrete Reformvorschläge vorgelegt. Im Mittelpunkt steht ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Schutzfristen. Die Pläne basieren auf einer vom Land finanzierten Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Juli vorgestellt werden sollen.

Das Wirtschaftsministerium hat bereits Schritte eingeleitet, um die Initiative voranzubringen. Bei einer Veranstaltung in Berlin sollen Politiker, Wirtschaftsvertreter und zivilgesellschaftliche Akteure diskutieren, wie sich die Vorschläge umsetzen lassen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko behandelt werden dürfe.

Nordrhein-Westfalen hat mit einer Bundesratsinitiative, der Machbarkeitsstudie und einem breiten Bündnis eine Vorreiterrolle übernommen. Ziel des Landes ist es, selbstständigen Frauen dieselben Schutzrechte zu garantieren wie Arbeitnehmerinnen. Die nächsten Schritte hängen von der Präsentation der Studienergebnisse im Juli ab. Bei einer Umsetzung würden Tausende Solo-Selbstständige in den Genuss des Mutterschutzes kommen. Die Berliner Veranstaltung wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, wie die Reform bundesweit eingeführt werden könnte.

Quelle