28 April 2026, 18:31

Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und große Unternehmen noch weiter."

Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform

Der Ökonom Jens Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener, um die geplanten Reformen der Einkommensteuer zu finanzieren. Ohne solche Maßnahmen sei eine Entlastung für Gering- und Mittelverdiener seiner Ansicht nach nicht umsetzbar. Zu seinen Vorschlägen gehören zudem Bürokratieabbau und die Ablehnung pauschaler Sparmaßnahmen als unrealistische Lösungsansätze.

Südekum betont, dass die Erhöhung der Steuern für die Wohlhabendsten der einzige gangbare Weg sei, um die Reformen zu finanzieren. Er weist Vorwürfe zurück, dies treffe Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen – schließlich könnten diese bereits jetzt die Besteuerung nach Körperschaftssteuersätzen wählen. Pauschale Forderungen nach Ausgabenkürzungen, so Südekum, könnten das durch Steuersenkungen für Geringverdiener entstehende Loch im Haushalt nicht schließen.

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Auch vage Versprechen auf künftige Einsparungen lehnt der Ökonom ab: Bisher lägen keine konkreten Pläne vor. Stattdessen schlägt er vor, Übergangsregelungen zu vereinfachen, um den bürokratischen Aufwand zu verringern. Seine Position bleibt klar: Ohne eine stärkere Heranziehung hoher Einkommen werde es keine spürbare Entlastung für die Mehrheit der Beschäftigten geben.

Südekum warnt, dass eine Senkung der Steuersätze in den unteren Einkommensstufen die Staatseinnahmen schmälern würde. Er sieht höhere Vermögens- und Spitzensteuern als einzigen realistischen Weg, um den Haushalt auszugleichen und gleichzeitig für eine gerechtere Besteuerung zu sorgen. Sein Plan setzt darauf, dass Wohlhabende mehr zahlen, um die Reformen insgesamt zu tragen. Gleichzeitig betont er, dass bestehende Regelungen kleine Unternehmen bereits vor übermäßigen Belastungen schützten. Ohne diese Änderungen, so seine Überzeugung, seien Steuersenkungen für normale Arbeitnehmer schlicht nicht finanzierbar.

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