29 March 2026, 02:17

Ölpreise explodieren: Brent-Rohöl klettert auf 113 Dollar – Industrie in der Krise

Liniengraph, der die Öl-/Petroleumproduktion, -importe und -exporte der Vereinigten Staaten im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Ölpreise explodieren: Brent-Rohöl klettert auf 113 Dollar – Industrie in der Krise

Die Ölpreise sind seit Anfang März 2026 stark angestiegen, da die Spannungen im Iran den Preis für Brent-Rohöl auf etwa 113 US-Dollar pro Barrel treiben. Der rasante Anstieg markiert einen deutlichen Sprung gegenüber dem Durchschnitt von 65 Dollar in den Jahren 2024 und 2025 – die Preise erreichen damit ein Niveau, das seit zwei Jahren nicht mehr verzeichnet wurde. Deutsche Industriebetriebe, darunter der Stahlriese Thyssenkrupp, spüren die Belastung, da die Energiekosten steigen und der Marktdruck zunimmt.

Die Iran-Krise hat die globalen Ölmärkte erschüttert. Brent-Rohöl, das noch vor wenigen Tagen bei rund 80 Dollar gehandelt wurde, ist nun auf etwa 113 Dollar pro Barrel hochgeschnellt. OPEC-Öl hat sogar noch stärker zugelegt und liegt bei 143 Dollar. Diese Werte liegen weit über dem Durchschnitt von 65 Dollar der vergangenen Jahre und belasten energieintensive Branchen schwer.

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Besonders betroffen ist Thyssenkrupp. Der Aktienkurs des Konzerns ist auf ein 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro gefallen – ein Rückgang von fast 44 Prozent gegenüber dem Höchststand von 13,24 Euro im Oktober. Allein in den letzten 30 Tagen verlor die Aktie etwa 31 Prozent. Die steigenden Ölpreise treiben die Produktionskosten in die Höhe, während billige Importe zu Einschnitten am französischen Standort zwingen.

Als Reaktion auf die Krise arbeitet die Bundesregierung an einem "Entlastungspaket für Spritpreise". Zudem sollen die nationalen Ölreserven angezapft werden, um die Marktnachfrage zu dämpfen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat unterdessen Zweifel am gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 geäußert und deutet damit mögliche Kurskorrekturen in der Energiepolitik an. Finanzanalysten der Raiffeisen Bank haben zudem ihre Wachstumsprognosen für zyklische Industrieaktien im Jahr 2026 weiter nach unten korrigiert – ein Zeichen für die wachsenden wirtschaftlichen Sorgen.

Der Ölpreeis-Schub hat unmittelbare wirtschaftliche Folgen ausgelöst: von fallenden Industrieaktien bis hin zu staatlichen Eingriffen. Der drastische Kursverfall von Thyssenkrupp und die Produktionskürzungen verdeutlichen die Belastung für die Industrie, während politische Anpassungen folgen könnten. Mit Brent-Rohöl bei rund 113 Dollar ist in den kommenden Wochen mit weiterer Marktturbulenz zu rechnen.

Quelle