05 April 2026, 08:13

Polen deckelt Spritpreise – Deutsche strömen zum günstigen Tanken über die Grenze

Alte Karte Polens mit roter Linie und handgeschriebenem Text auf altem Papier.

Polen deckelt Spritpreise – Deutsche strömen zum günstigen Tanken über die Grenze

Polen hat strenge Preisobergrenzen für Benzin und Diesel eingeführt, um die steigenden Spritkosten zu dämpfen. Die Maßnahme kommt von der Mitte-links-Regierung unter Führung von Ministerpräsident Donald Tusk, die Verbraucher vor explodierenden Ölpreisen schützen will. Unterdessen hat das Nachbarland Deutschland eine neue Preisregelung eingeführt, um die Kraftstoffkosten zu stabilisieren – doch der Preisunterschied treibt bereits eine Welle von Grenzpendlern nach Polen.

Nach den neuen Vorschriften ist Normalbenzin in Polen nun auf 6,16 Złoty pro Liter (etwa 1,44 Euro) gedeckelt, während Superbenzin bei 6,76 Złoty (1,58 Euro) liegt. Diesel darf maximal 7,60 Złoty (1,77 Euro) kosten. Zudem hat die Regierung die Mehrwertsteuer und Energiesteuern gesenkt, um die Belastung für Autofahrer weiter zu verringern.

Der Preisunterschied hat einen Anstieg des sogenannten "Sprit-Tourismus" ausgelöst: Deutsche Pendler überqueren die Grenze, um günstiger zu tanken. An polnischen Tankstellen in Grenznähe bildeten sich am Dienstag lange Schlangen, da die Nachfrage stark anstieg. Besonders an den Grenzübergängen wird in dieser Woche mit dichtem Verkehr gerechnet – auch wegen der Osterfeiertage und des langen Wochenendes.

In Deutschland dürfen Tankstellen seit einer neuen Regelung die Preise nur noch einmal täglich, und zwar mittags, anheben. Die Änderung soll plötzliche Preissprünge verhindern und für mehr Transparenz sorgen. Unklar ist jedoch, ob dies tatsächlich zu niedrigeren Kosten führt, zumal die globalen Ölpreise aufgrund der Spannungen im Nahen Osten weiterhin schwanken.

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Polens Preisdeckel und Steuersenkungen sollen Verbraucher vor steigenden Spritkosten abschirmen. Die Maßnahmen locken bereits deutsche Autofahrer an, die nach günstigeren Alternativen suchen, und erhöhen den Druck auf die Grenzübergänge. Mit dem beginnenden Osterreiseverkehr rechnen die Behörden in den kommenden Tagen mit anhaltenden Staus.

Quelle