13 March 2026, 20:21

Polizei schlägt gegen rechtsextreme Chatgruppen in MV zu – Razzien und Warnungen vor Radikalisierung

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Polizei schlägt gegen rechtsextreme Chatgruppen in MV zu – Razzien und Warnungen vor Radikalisierung

Polizei in Mecklenburg-Vorpommern geht mit Razzien gegen rechtsextreme Online-Netzwerke vor

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat Razzien gegen rechtsextreme Umtriebe in Online-Chatgruppen durchgeführt. Im Fokus der Aktion standen digitale Plattformen, auf denen nach Erkenntnissen der Behörden Straftaten geplant wurden. Innenminister Christian Pegel warnte vor einer neuen Welle junger, technikaffiner Extremisten, die zunehmend in Erscheinung trete.

Die Durchsuchungen sind Teil laufender Ermittlungen gegen rechtsextreme Netzwerke im digitalen Raum. Beamte durchsuchten Wohnungen von Personen, die im Verdacht stehen, extremistisches Gedankengut zu verbreiten und illegale Aktivitäten zu organisieren. Pegel betonte, dass rechtsextreme Ideologien – ob im Netz oder öffentlich – in der Gesellschaft keinen Platz hätten.

Besorgnis äußerte der Minister auch über den wachsenden Einfluss rechtsextremer Gruppen auf Jugendliche. Frühe Aufklärung und klare Grenzen nannte er als zentrale Maßnahmen im Kampf gegen Extremismus. Gleichzeitig lobte Pegel die gründliche und beharrliche Arbeit der Ermittler bei der Bekämpfung des Problems.

Unabhängig davon gab es in der Region drei weitere Durchsuchungen. Am 23. Februar 2026 wurde die Wohnung eines 24-Jährigen im Amt Grabow wegen des Verdachts auf Drogen- und Sprengstoffdelikte in Verbindung mit dem Schweriner Hauptbahnhof durchsucht. Am 10. März 2026 folgte eine Razzia in Güstrow in der Wohnung eines 47-Jährigen, dem illegaler Cannabisanbau vorgeworfen wird. Einen Tag später wurden in Rostock die Wohnungen zweier Frauen (31 und 53 Jahre) wegen des Verdachts auf Ladendiebstahl und Hehlerei durchsucht.

Die Aktionen unterstreichen den Fokus der Behörden auf die Zerschlagung rechtsextremer Strukturen – sowohl im Netz als auch im realen Leben. Pegels Äußerungen spiegeln eine größere Sorge um die Radikalisierung junger Menschen über digitale Kanäle wider. Die Ermittlungen zu den Chatgruppen und damit zusammenhängenden Aktivitäten werden voraussichtlich fortgesetzt.

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