"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Schimpfen durch Dankbarkeit ersetzen sollten
Bela Winkler"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Schimpfen durch Dankbarkeit ersetzen sollten
Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ schlägt vor, auf alltägliche Frustrationen mit Güte zu reagieren. Die Autorin bzw. der Autor hat beschlossen, diese Idee im eigenen Leben umzusetzen.
Dazu will sie oder er Selbstkritik durch den Begriff „kognitiver Minimalist“ ersetzen. Auch plant sie oder er, Menschen für kleine Ärgernisse zu danken – etwa wenn jemand den letzten Parkplatz wegnimmt oder sich in der Bäckerschlange vordrängt.
In Österreich gilt Schimpfen als Kraftquelle oder gar als eine Art Yoga. Die Österreicher:innen verfügen über mehr als 50 Wörter für „Idiot“, darunter Dodel, Wappler, Vollkoffer, Gfrast, Häusl und Nudelaug. Interessanterweise empfinden sie sogar langsame Fahrer auf der Südautobahn als belebend.
Der Ansatz des Buches fordert einen Perspektivwechsel: Statt Frust soll Dankbarkeit und Humor im Vordergrund stehen. Dazu gehört auch, sprachliche Eigenheiten wertzuschätzen – wie die 50 isländischen Wörter für Schnee oder die kreativen österreichischen Schimpfwörter.






