Rammstein-Coverband in Halle: Drohungen gegen Konzert sorgen für Eklat
Vesna DöhnRammstein-Coverband in Halle: Drohungen gegen Konzert sorgen für Eklat
Ein geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband in Halle hat eine hitzige Kontroverse ausgelöst. Eine anonyme E-Mail einer selbsternannten Aktivistengruppe forderte die Absage der Veranstaltung und drohte mit Konsequenzen, falls dem nicht nachgekommen werde. Der veranstaltende Club Tante Manfred weigert sich jedoch, nachzugeben.
In der von der "Antifaschistischen und Feministischen Aktionsallianz Halle/Saale" verschickten Nachricht wurden aggressive Formulierungen wie "KILL TILL!" verwendet. Zudem wurde vor "weiteren Aktionen" gewarnt, sollte das für den 2. Mai 2026 geplante Konzert nicht abgesagt werden. Die Absender werfen Rammstein und Frontmann Till Lindemann "sexualisierte Machtinszenierungen" und "kalkulierten Tabubruch" vor.
Die Clubleitung unter Matthias Golinski wies die Forderungen zurück und berief sich auf künstlerische Freiheit und Meinungsäußerung als Gründe für die Durchführung des Events. Die Weigerung, das Konzert abzusagen, löste daraufhin Gegenreaktionen in der Halleschen Clubszene aus.
Als Folge wurde Tante Manfred aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen, in der der Club bisher seine Veranstaltungen beworben hatte. Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass sich die Aktivistengruppe zuvor gegen kulturelle Veranstaltungen in der Region engagiert hätte.
Die Auseinandersetzung lässt die Zukunft des Konzerts ungewiss erscheinen. Tante Manfred bleibt jedoch entschlossen, die Veranstaltung wie geplant durchzuführen – trotz Drohungen und Ausschluss aus Werbenetzwerken. Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen freier Meinungsäußerung und aktivistischen Forderungen in Halles kulturellem Raum.






