04 May 2026, 18:22

RAPK zieht Bilanz: Wie das Berliner Rap-Trio Aktivismus und Musik neu denkt

Eine Gruppe von Menschen geht eine Straße entlang, einige halten Schilder und Banner, andere fahren Fahrräder, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Fenster, Bögen, Säulen und Skulpturen aufweist, Bäume und ein Laternenmast, an der Protestaktion gegen die Anti-Kriegs-Bewegung in Berlin teilnehmen.

RAPK zieht Bilanz: Wie das Berliner Rap-Trio Aktivismus und Musik neu denkt

Das Berliner Rap-Trio RAPK aus Kreuzberg verbindet seit langem Musik mit Aktivismus. Ihr jährliches Solidaritätskonzert am 1. Mai, das in diesem Jahr parallel zur revolutionären Maidemonstration stattfand, sorgte jedoch für unerwartete Verzögerungen. Die Gruppe zieht nun Bilanz und überlegt, wie sie künftig ihre Veranstaltungen besser mit Protestbewegungen in Einklang bringen kann.

RAPK formierte sich in Kreuzberg, wo Victor, Tariq und Gustav inmitten einer lebendigen Protestkultur aufwuchsen. Ihre Texte thematisieren Drogenabhängigkeit, rassistische Polizeikontrollen und Gentrifizierung – Realitäten, die sie in ihrem eigenen Kiez erlebt haben. Für sie waren Musik und Aktivismus schon immer untrennbar miteinander verbunden.

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Ihr Konzert am 1. Mai entwickelte sich von kleinen Auftritten in Jugendzentren zu ausverkauften Shows im Columbia Theater. In diesem Jahr veranstalteten sie es entlang der Demonstrationsroute, um die politischen Botschaften zu verstärken. Doch die Überschneidung führte zu Verzögerungen – ein Problem, das die Gruppe offen einräumt.

Während der Veranstaltung nutzte RAPK Durchsagen über die PA-Anlage und Instagram-Posts, um die Menge aufzufordern, Platz für den Demonstrationszug zu machen. Trotz ihrer Bemühungen hielten die Verzögerungen an. Das Trio hat sich inzwischen entschuldigt und versprochen, künftige Konzerte räumlich von den Kundgebungen zu trennen.

RAPK ist überzeugt, dass Protest und Kultur sich gegenseitig stärken sollten. Ihr Ziel ist es, politische Kämpfe durch Musik zugänglicher zu machen – nicht, sie zu behindern. Die Erfahrung wurde zur Lehre, wie man Feiern und Solidarität in Einklang bringt.

Der Vorfall hat RAPK dazu veranlasst, ihr Konzept für den 1. Mai zu überdenken. Nächstes Jahr soll das Konzert abseits der Demonstrationsroute stattfinden, um Verzögerungen zu vermeiden. Gleichzeitig bleibt ihre Musik ein Spiegel der Kreuzberger Kämpfe – ein Beweis dafür, dass für sie Kunst und Aktivismus nach wie vor unaustauschbar sind.

Quelle