07 April 2026, 16:14

Reformvorschläge sollen Milliarden-Defizit der Krankenkassen stoppen – doch Patienten zahlen mehr

Plakat mit Logo und Text, der besagt: "Präsident Biden beschränkte die Insulin-Kosten auf 35 Dollar pro Monat für Senioren mit Medicare durch das Inflation Reduction Act."

Reformvorschläge sollen Milliarden-Defizit der Krankenkassen stoppen – doch Patienten zahlen mehr

Eine Regierungskommission hat weitreichende Reformen des Gesundheitswesens vorgeschlagen, um die wachsenden Defizite in Deutschlands gesetzlicher Krankenversicherung zu verhindern. Die 66 Empfehlungen zielen darauf ab, Milliarden einzusparen und gleichzeitig den steigenden finanziellen Druck auf Versicherer und Patienten zu verringern.

Die Kommission warnt, dass ohne Gegenmaßnahmen die Ausgaben die Einnahmen um das Doppelte übersteigen würden, was bis 2027 zu einem prognostizierten Defizit von 15 Milliarden Euro führen könnte. Um diese Lücke zu schließen, schlägt sie vor, die Steuern auf Tabak und Alkohol schrittweise zu erhöhen. Zudem soll eine neue Zuckersteuer von 32 Cent pro 100 Milliliter auf Getränke mit mehr als acht Gramm Zucker erhoben werden – ein Schritt, der auch der Diabetesprävention dienen soll.

Versicherte und ihre Arbeitgeber müssten mit höheren Kosten rechnen: Ab nächsten Jahr wären das zusätzlich 260 Euro, bis 2030 könnten es bis zu 680 Euro mehr sein. Auch Patienten müssten höhere Zuzahlungen leisten, was rund vier Milliarden Euro an Einsparungen bringen soll, während andere Beteiligte 19 Milliarden Euro abdecken würden. Die Gesamteinsparungen könnten im nächsten Jahr 42 Milliarden Euro und bis 2030 sogar 64 Milliarden Euro erreichen.

Zu den weiteren zentralen Vorschlägen gehört, dass der Bund aus Steuermitteln 12 Milliarden Euro für die Krankenversicherungsbeiträge von Grundsicherungsempfängern übernimmt. Zudem könnte eine verpflichtende Zweitmeinung vor planbaren Knieoperationen unnötige Eingriffe reduzieren und so Milliarden sparen.

Der vollständige Bericht ist nun auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums abrufbar. Sollten die Reformen umgesetzt werden, würden sie die Finanzierung des Gesundheitswesens grundlegend umgestalten und die finanzielle Belastung des Systems verringern. Die Maßnahmen zielen sowohl auf kurzfristige Einsparungen als auch auf langfristige Nachhaltigkeit ab – mit Auswirkungen auf Patienten, Versicherer und Steuerzahler gleichermaßen.

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