04 April 2026, 14:16

Regio Pass: Drei Zeitungen testen digitales Abo-Bündel für Pendler und Kleinstädter

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das San Pablo Theatre in San Antonio, Texas, mit Text über seine Angebote.

Regio Pass: Drei Zeitungen testen digitales Abo-Bündel für Pendler und Kleinstädter

Drei Regionalzeitungen starten den Regio Pass – ein neues digitales Abo-Bündel für Leser in kleineren Städten und Pendler

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Mit dem Regio Pass führen drei regionale Tageszeitungen ein neues digitales Abo-Modell ein, das sich speziell an Leser in kleineren Städten und Berufspendler richtet. Während der Pilotphase können Anhänger von Vereinen wie Waldhof Mannheim oder dem KSC Nachrichten über den SC Freiburg abrufen, während Kulturinteressierte Rezensionen aus dem Festspielhaus Baden-Baden lesen können.

Der Regio Pass orientiert sich am Vorbild von Alles plus, einer Allianz, die von Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ins Leben gerufen wurde. Dort werden bundesweite und regionale Titel zu vergünstigten Konditionen gebündelt. Hier jedoch steht der grenzüberschreitende Zugang für Leser außerhalb der Großstädte im Mittelpunkt.

Die technische Umsetzung übernimmt die Contentpass GmbH mit Sitz in Kleinmachnow, die die Bezahlinhalte der beteiligten Zeitungen zusammenführt. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, ist überzeugt, dass der Pass einen echten Mehrwert für Abonnenten bietet. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), sieht darin einen Beweis, dass lokaler Journalismus durch Zusammenarbeit gestärkt werden kann.

In der Testphase soll zunächst die Nachfrage geprüft werden, bevor eine langfristige Bindung eingegangen wird. Die Verlage werden die Resonanz und die Nutzerzahlen auswerten, ehe sie über eine dauerhafte Einführung des Regio Pass entscheiden.

Der Regio Pass spricht gezielt Nischenpubliken an – von Sportfans bis zu Kulturbegeisterten –, indem er Inhalte aus verschiedenen Regionen bündelt. Bei Erfolg könnte das Modell eine dauerhafte Lösung für kleinere Zeitungen werden, um Ressourcen zu teilen und digitale Leser zu gewinnen. Ausschlaggebend wird sein, wie viele Abonnenten sich während der Pilotphase anmelden.

Quelle