04 April 2026, 20:13

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an

Deutsches Weltkriegs-Propagandaplakat, das eine Formation von Kampfflugzeugen in der Luft zeigt, mit Text, der ihre Kriegsfähigkeiten bewirbt.

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an

Rheinmetall und Boeing kooperieren bei Bewerbung der MQ-28 Ghost Bat als mögliches "Collaborative Combat Aircraft" für die Luftwaffe

Rheinmetall und Boeing wollen die Drohne MQ-28 Ghost Bat als potenzielles Collaborative Combat Aircraft (CCA) für die deutsche Luftwaffe anbieten. Beide Unternehmen streben an, den von Deutschland gesetzten Zeitplan für die Einführung unbemannter Systeme bis 2029 einzuhalten. Die Gespräche zwischen Rheinmetall und führenden Luft- und Raumfahrtunternehmen begannen bereits im August 2025 und unterstreichen das Bestreben, eine zentrale Rolle bei den zukünftigen Verteidigungsfähigkeiten des Landes zu übernehmen.

Das deutsche Verteidigungsministerium hat sich bisher nicht zur Beschaffungsplanung geäußert, da noch die parlamentarische Zustimmung aussteht. Rheinmetall-Chef Armin Papperger deutete an, dass Deutschland langfristig bis zu 400 solcher Fluggeräte benötigen könnte.

Die MQ-28 Ghost Bat hat bereits über 150 Einsätze absolviert und ist mit einem modularen Design ausgestattet. Diese Flexibilität ermöglicht den Einsatz in verschiedenen Aufgabenbereichen – von der Aufklärung über elektronische Kriegsführung bis hin zum Waffeneinsatz. Rheinmetall übernimmt in Deutschland die Rolle des Systemintegrators und ist für die Einbindung in bestehende und künftige Führungsstrukturen sowie für die operative und logistische Unterstützung verantwortlich.

Anders als die ursprüngliche Version der Royal Australian Air Force wird die deutsche Variante spezifische Anpassungen erhalten. Dazu könnte die Kompatibilität mit Eurofighter-Systemen gehören, auch wenn die genauen technischen Unterschiede noch nicht bekannt gegeben wurden. Die Drohne soll als "Kraftverstärker" fungieren und gemeinsam mit bemannten Plattformen in hochriskanten Lufträumen operieren.

Die Partnerschaft zwischen Rheinmetall und Boeing erfolgt vor dem Hintergrund jüngster Kritik an Äußerungen des Unternehmens zur ukrainischen Drohnenindustrie. Dennoch wird die Zusammenarbeit vorangetrieben, wobei Rheinmetall für die nationale Anpassung der MQ-28 an deutsche Anforderungen zuständig ist. Dazu zählen auch eine hohe inländische Wertschöpfung und die Absicherung der Lieferketten in Deutschland.

Die Luftwaffe hat sich das Ziel gesetzt, CCAs bis 2029 in den aktiven Dienst zu übernehmen. Rheinmetall und Boeing richten ihre Bemühungen an diesem Zeitplan aus, wobei die endgültigen Entscheidungen von staatlicher Genehmigung und Finanzierung abhängen.

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Im Rahmen des vorgeschlagenen Deals würde Rheinmetall die Systemintegration und nationale Anpassung der MQ-28 Ghost Bat übernehmen. Bei einer Bewilligung könnte das Fluggerät zu einem zentralen Baustein der zukünftigen Luftkampfstrategie Deutschlands werden. Das Verteidigungsministerium hat bisher keine Details zur Beschaffung bestätigt – die nächsten Schritte hängen von der parlamentarischen Prüfung ab.

Quelle