07 May 2026, 22:12

Rheinmetall wächst trotz enttäuschender Quartalszahlen und plant Marine-Expansion

Plakat mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, die besagt "Mehr als 16 Milliarden US-Dollar in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden".

Rheinmetall wächst trotz enttäuschender Quartalszahlen und plant Marine-Expansion

Rheinmetall verzeichnet gemischte Quartalsergebnisse – Umsatz und Gewinn steigen, verfehlen aber Erwartungen

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal gemischte Zahlen vorgelegt: Zwar stiegen Umsatz und Gewinn, doch blieben sie hinter den Prognosen zurück. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, seine Produktion im Bereich Marine- und Raketentechnik ausbauen und mögliche Übernahmen in Deutschland und Rumänien prüfen zu wollen. Trotz der starken Nachfrage gaben die Aktien nach der Bekanntgabe nach.

Der Umsatz von Rheinmetall lag im ersten Quartal bei 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings verfehlte das Unternehmen damit die Erwartungen der Analysten um 330 Millionen Euro. Der operative Gewinn kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, blieb aber 38 Millionen Euro unter den Prognosen. Der freie operative Cashflow fiel mit minus 285 Millionen Euro ins Negative, nach plus 243 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Der Auftragsbestand des Konzerns stieg um 31 Prozent auf 73 Milliarden Euro an, wobei erstmals auch Marinesysteme enthalten sind. Rheinmetall bestätigte zudem, die Ziele für das Gesamtjahr 2026 weiter zu verfolgen: Ein Umsatz zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro sowie eine operative Marge von etwa 19 Prozent werden erwartet.

Für die kommenden Monate rechnet das Unternehmen mit Großaufträgen im Bereich Marinesysteme und militärische Fahrzeuge. Zudem verhandelt Rheinmetall über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen an Staaten im Nahen Osten im Jahr 2025. Gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus plant der Konzern außerdem die Produktion von Marschflugkörpern, die voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 anlaufen soll.

Zu den Expansionsplänen gehören mögliche Übernahmen der German Naval Yards Kiel sowie von Teilen der rumänischen Werft Mangalia. Damit würde Rheinmetall seine Position im Bereich Marinerüstung weiter stärken.

Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen fielen die Rheinmetall-Aktien um über 2 Prozent. Trotz der enttäuschenden Ergebnisse bei Gewinn und Cashflow setzt das Unternehmen weiter auf Wachstum durch neue Aufträge und strategische Übernahmen. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Marine- und Raketentechnik in den kommenden Jahren.

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