Schwerins gescheitertes Paketprojekt: Warum die Straßenbahn keine Lösung war
Bela WinklerSchwerins gescheitertes Paketprojekt: Warum die Straßenbahn keine Lösung war
Pilotprojekt zur Paketlieferung per Straßenbahn in Schwerin gescheitert
Ein Testbetrieb zur Zustellung von Paketen mit der Bahn in Schwerin ist ohne Erfolg zu Ende gegangen. Die zwischen Oktober 2022 und Dezember 2023 durchgeführte Erprobung sollte Emissionen reduzieren und den Verkehr in der Stadt entlasten. Zudem hatten die Verantwortlichen gehofft, damit die Ziele einer klimaneutralen Logistik zu unterstützen.
Die Deutsche Bahn und der Schweriner Nahverkehrsbetrieb hatten die Initiative "Güterstraßenbahn" gestartet, um emissionsfreie Lieferungen zu testen. Die Idee bestand darin, die städtische Luftverschmutzung und Staus zu verringern – ähnlich wie bei anderen umweltfreundlichen Pilotprojekten, etwa den solarbetriebenen Bootstransporten in Berlin. Zwar lieferte das Projekt wertvolle Betriebsdaten, konkrete Ergebnisse wurden jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.
Die Evaluation ergab, dass ein flächendeckender Pakettransport per Bahn derzeit nicht machbar ist. Trotz dieses Rückschlags schließt die Deutsche Bahn künftige Tests in anderen Städten nicht aus – konkrete Pläne gibt es allerdings derzeit nicht.
In Deutschland sind die Paketvolumina in den vergangenen Jahren stark angestiegen und übersteigen mittlerweile vier Milliarden Sendungen pro Jahr, wobei die Nachfrage während der Pandemie besonders stark zunahm. Als Reaktion darauf experimentieren Städte wie Berlin, Frankfurt, Hamburg und München seit 2022 mit emissionsfreien Liefermethoden. Dazu zählen Lastenräder, Elektrobusse und Solarboote, doch wie viele dieser Projekte tatsächlich erfolgreich sind, bleibt unklar.
Das Schweriner Bahn-Projekt erfüllte zwar nicht die Erwartungen, trug aber zur allgemeinen Bestrebung bei, die Stadtlogistik umweltfreundlicher zu gestalten. Die Deutsche Bahn könnte das Konzept an anderen Standorten wiederaufgreifen, doch sind vorerst keine unmittelbaren Schritte geplant. Unterdessen testen Städte weiterhin alternative Lieferlösungen, um die wachsende Paketflut zu bewältigen und gleichzeitig die Emissionen zu senken.
Why Schwerin's Tram Package Delivery Failed: Legal and Cost Barriers Revealed
Schwerin's tram-based package delivery project ended in December 2023 due to legal, economic, and operational challenges. Key reasons include:
- Legal restrictions banned mixing passengers and goods, citing fire safety risks.
- High personnel and tram costs made the 450-daily-package service unprofitable.
- DHL confirmed, 'Tram delivery is not feasible at this time,' citing no future plans.






