31 March 2026, 00:15

Siemens plant radikale Umstrukturierung zur schlanken Technologiegruppe

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text über die wirtschaftliche Erholung.

Siemens plant radikale Umstrukturierung zur schlanken Technologiegruppe

Siemens könnte bald eine umfassende interne Umstrukturierung im Rahmen seiner One-Tech-Company-Strategie durchlaufen. Der Plan, den Vorstandsvorsitzender Roland Busch vor eineinhalb Jahren erstmals skizzierte, zielt darauf ab, den Konzern von einem breiten Mischkonzern zu einer einheitlichen Technologiegruppe umzubauen. Das Unternehmen hat zwar noch keine endgültigen Beschlüsse bestätigt, erwartet aber Veränderungen in zentralen Geschäftsbereichen.

Im Zuge der geplanten Neuordnung könnten die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure aufgelöst werden. Statt als eigenständige Einheiten zu agieren, würden ihre Geschäftsbereiche direkt der Konzernführung unterstellt. Dieser Schritt folgt auf die Ausgliederung von Siemens Healthineers und soll Überschneidungen verringern sowie die Zusammenarbeit zwischen den verbleibenden Divisionen verbessern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Aktuell sind keine Stellenstreichungen vorgesehen, allerdings sind Anpassungen in Vertrieb, Einkauf und Entwicklung wahrscheinlich. Auch die Positionen von Matthias Rebellius und Cedrik Neike, die Smart Infrastructure bzw. Digital Industries leiten, könnten neu geordnet werden. Weltweit beschäftigt Siemens etwa 318.000 Mitarbeiter, davon rund 2.400 in der Sparte Smart Infrastructure am Standort Amberg sowie 4.500 in zwei Werken dort (einschließlich der Digital-Industries-Aktivitäten).

Ein Unternehmenssprecher lehnte eine Stellungnahme zu einem Handelsblatt-Bericht über die geplante Umstrukturierung ab und verwies darauf, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei. Die Neuausrichtung würde einen deutlichen Wandel in der Siemens-Struktur bedeuten – weg vom diversifizierten Modell hin zu einem schlankeren, technologiefokussierten Konzern. Durch die Straffung der Divisionen will das Unternehmen effizienter als einheitliche Technologieeinheit agieren. Weitere Updates hängen von internen Prüfungen und offiziellen Bekanntgaben ab.

Quelle