14 March 2026, 06:31

Simone Oldenburg führt Die Linke in MV als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl

Ein deutscher Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen zur Partei.

Linke richtet Landeswahlliste - Simone Oldenburg führt Die Linke in MV als Spitzenkandidatin in die Landtagswahl

Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern hat Simone Oldenburg zur Spitzenkandidatin für die anstehende Landtagswahl gekürt. Die Delegierten des heutigen Parteitags in Rostock werden die Kandidatenliste finalisieren, wobei eine paritätische Geschlechterverteilung von 50 Prozent sichergestellt wird. Aktuelle Umfragen sehen die Partei derzeit bei einer Unterstützung zwischen 11 und 12 Prozent.

Oldenburg, die derzeit als Bildungsministerin des Landes amtiert, trat ohne interne Konkurrenz für den Spitzenplatz an. Ihre Nominierung erfolgt im Vorfeld der Wahl im September 2023, bei der die Performance der Partei mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden wird.

Die Linke zog 2021 mit 9,9 Prozent der Stimmen in den Schweriner Landtag ein und sicherte sich neun Mandate. Dies bedeutete einen Rückgang gegenüber dem Ergebnis von 2017, als die Partei mit 13,2 Prozent ebenfalls neun Sitze errang. Seither ist die Unterstützung weiter gesunken, wobei Umfragen wie die Insa/ND-Erhebung vom Februar 2026 die Partei bei 11 Prozent sehen.

Analysten nennen mehrere Gründe für diese Entwicklung. Führungsinstabilität folgte auf den Austritt Sahra Wagenknechts 2023, die daraufhin die BSW gründete, die aktuell bei 5–7 Prozent in den Umfragen liegt. Zudem sieht sich die Linke mit Konkurrenz durch die AfD konfrontiert, die derzeit bei 24–28 Prozent liegt, sowie mit internen Richtungsstreitigkeiten. Wirtschaftliche Belastungen und Debatten über Migration haben die Wählerstimmen im linken Spektrum zusätzlich umverteilt.

Der Parteitag in Rostock wird die endgültige Kandidatenliste bestätigen, wobei das strenge Geschlechterquoten-System beibehalten wird. Mit Oldenburg an der Spitze strebt die Linke an, ihre Unterstützung vor der Wahl zu stabilisieren. Das Ergebnis wird zeigen, ob sie sich gegen die aufstrebenden Herausforderer behaupten kann.

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