07 June 2026, 12:10

Solarenergie überholt Kohle und Wind – doch die Strompreise explodieren trotzdem

Mehr Solarstrom als je zuvor

Solarenergie überholt Kohle und Wind – doch die Strompreise explodieren trotzdem

Deutschlands Strommarkt erlebte im Mai 2026 tiefgreifende Veränderungen: Solarenergie stieg zur wichtigsten Energiequelle des Landes auf. Gleichzeitig stiegen die Preise aufgrund geopolitischer Spannungen um 26 Prozent – doch die Erneuerbaren verhinderten einen noch stärkeren Anstieg. Der Monat brachte Rekordwerte bei der Solarstromerzeugung, während Wind- und Wasserkraft enttäuschende Ergebnisse lieferten.

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Die Solarenergie erreichte im Mai 2026 mit 10,9 Terawattstunden einen neuen Höchststand und wurde damit zur führenden Stromquelle Deutschlands – noch vor Windkraft und Kohle. Insgesamt deckten die Erneuerbaren 68,1 Prozent des deutschen Strombedarfs in diesem Monat.

Doch während die Sonne Rekordwerte lieferte, blieben Windkraftanlagen hinter ihren langfristigen Durchschnittswerten zurück. Auch die Wasserkraft schwächelte und sank mit nur 1,27 Terawattstunden auf ein historisches Tief. Trotz dieser Rückgänge dämpfte die starke Solarstromproduktion den Preisanstieg deutlich.

Gleichzeitig erlebten fossile Energieträger im Mai ein Comeback: Die Stromerzeugung aus Kohle stieg von 4,8 auf 6,4 Terawattstunden im Vergleich zum Vorjahr, während die Gasproduktion von 2,2 auf 3,1 Terawattstunden zunahm.

Der Konflikt im Iran trieb die Großhandelspreise für Strom stark in die Höhe. Die durchschnittlichen Kosten kletterten von 69 auf 88 Euro pro Megawattstunde. Experten betonten, dass die Preise ohne den Beitrag der Erneuerbaren fast 45 Prozent höher ausgefallen wären.

Der Mai 2026 unterstrich Deutschlands wachsende Abhängigkeit von der Solarenergie – auch wenn andere Erneuerbare schwächelten. Der Preisschub zeigte einmal mehr, wie geopolitische Krisen die Energiemärkte erschüttern können. Dennoch spielten die Erneuerbaren eine entscheidende Rolle, um die finanziellen Belastungen für Verbraucher in Grenzen zu halten.

Quelle