18 April 2026, 16:13

Streit um bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft: CDU fordert Kostensenkung statt neuer Institutionen

Schwarz-weißer Architekturgrundriss des Reichstagsgebäudes in Berlin, Deutschland, mit beschrifteten Räumen, Fluren, Fenstern und Türen.

Streit um bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft: CDU fordert Kostensenkung statt neuer Institutionen

Eine neue bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft hat in dieser Woche Unterstützung von Spitzenpolitikern erhalten. Vizekanzler Robert Klingbeil und Bundesbauministerin Klara Geywitz sprachen sich am Mittwoch und Donnerstag für den Vorschlag aus. Doch der wohnungspolitische Sprecher der CDU, Jan-Marco Luczak, zeigt sich weiterhin skeptisch.

Luczak stellte infrage, ob ein staatlicher Wohnungsbauer die Wohnungsprobleme in Deutschland lösen könne. Er argumentierte, dass auch ein solches Unternehmen mit denselben Verzögerungen und Kostenproblemen zu kämpfen hätte wie private Baufirmen oder bestehende öffentliche Wohnungsgesellschaften. Zudem erfordere die Gründung einer solchen Gesellschaft erhebliche Zeit und finanzielle Mittel.

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Stattdessen nannte er die hohen Bauvorschriften als einen zentralen Grund für die unbezahlbaren Wohnkosten. Luczak forderte dauerhafte Senkungen der Baukosten, um Wohnraum erschwinglicher zu machen. Als mögliche Lösung hob er den "Gebäudetyp E" hervor – ein Verfahren, das speziell darauf ausgelegt ist, die Ausgaben zu reduzieren.

Seine Äußerungen folgen auf die Zustimmung von Klingbeil und Geywitz, die sich in den vergangenen Tagen für die Gründung der bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft ausgesprochen hatten.

Die Debatte um einen staatlichen Wohnungsbauer dauert an, wobei Luczak auf Kostensenkungen statt auf neue Institutionen setzt. Er warnt, dass ohne strukturelle Veränderungen der Wohnungsbau teuer und langsam bleiben werde. Der Vorschlag steht nun vor weiteren politischen Beratungen.

Quelle