Temur Ugulava – Georgiens Visionär und Mäzen stirbt mit 56 Jahren
Temur Ugulava, ein einflussreicher georgischer Unternehmer, ist im Alter von 56 Jahren verstorben. Er starb am 22. Juni in den USA nach einem langen Kampf gegen fortgeschrittenen Lungenkrebs. Seine Beiträge zu Georgiens Gastgewerbe, Unterhaltungsbranche und Wirtschaft hinterlassen im Land ein bleibendes Erbe.
Ugulava begann seine Karriere 1998 als Leiter des Wett- und Online-Glücksspielunternehmens Adjarabet. Später weitete er seine Aktivitäten auf die Hotellerie aus, brachte die Marke Holiday Inn nach Georgien und entwickelte unter der Adjara Group bekannte Häuser wie die Rooms Hotels, Batumi Rooms und das Stamba Hotel. 2019 und 2022 zog er sich schrittweise aus dem Glücksspielgeschäft zurück, indem er Adjara Bet an Flutter verkaufte und sein physisches Casino verpachtete.
Doch Ugulavas Engagement ging über die Wirtschaft hinaus: Er bereicherte das kulturelle Leben Tbilissis. Seine Adjara Music Hall bot weltberühmten Künstlern und DJs eine Bühne – zu erschwinglichen Preisen – und belebte so die Clubszene der Stadt. Sein persönliches Herzensprojekt jedoch war die Umwandlung der öden Landschaft im Osten Georgiens, der Udabno-Wüste, in eine neue Attraktion mit Kleinbetrieben, Wohnhäusern und Farmen.
Ugulava genoss breite Anerkennung und gewann die Zuneigung von Menschen aller Schichten – selbst von denen, die ihn nie persönlich trafen. Sein Name wird heute in einem Atemzug mit den historischen Mäzenen und Bauherren Tbilissis wie David Saradschischwili und Alexander Mantaschew genannt.
Die Beerdigung findet am Sonntag in Tbilissi statt. Ugulavas Vermächtnis umfasst Wirtschaft, Kultur und Gemeinschaftsentwicklung – sein Wirken prägt bis heute die moderne Identität Georgiens.
