Terminal 3 in Frankfurt eröffnet – warum Anwohner und Politiker protestieren
Rebekka LangernTerminal 3 in Frankfurt eröffnet – warum Anwohner und Politiker protestieren
Flughafen Frankfurt: Terminal 3 steht vor Eröffnung – doch die Kritik von Lokalpolitikern ist heftig
Der neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen soll bald eröffnet werden, doch das Projekt steht seit Langem in der scharfen Kritik lokaler Verantwortungsträger. Janina Steinkrüger, Umwelt- und Verkehrsdezernentin der Stadt Mainz, bezeichnete die Eröffnungsfeier als "Beerdigung für eine von Lärm gepeinigte Region". Die Erweiterung sei nie durch tatsächliche Nachfrage gerechtfertigt gewesen, so ihre Argumentation.
Steinkrüger betonte, dass die Lärmbelastung im Rhein-Main-Gebiet seit Jahren unerträglich sei. Die Belastungsgrenze der Anwohner durch den Flugverkehr sei bereits lange vor der Planung von Terminal 3 überschritten worden. Dennoch hätten die Flughafenbetreiber den Bau vorangetrieben – mit dem Versprechen steigender Passagierzahlen, die sich nie einstellten.
Noch bei der Grundsteinlegung 2014 hatten Verantwortliche einen massiven Nachfrageanstieg bis zur Eröffnung 2026 vorhergesagt. Doch wie Steinkrüger anmerkte, sind die Flugzahlen seitdem stagniert. Sie wirft den Betreibern vor, nun auf Billigfluglinien und Frachtausbau zu setzen, um eigene Fehlkalkulationen zu vertuschen.
Der Terminal wurde zwar für mehr Kapazität konzipiert, doch Steinkrüger warnt, dass dies die Lärmbelastung weiter verschärfen werde. Die Eröffnung sei ein "Schlag ins Gesicht" für Anwohner, die bereits seit Jahren unter Dauerlärm leiden.
Während Terminal 3 auf Wachstum ausgelegt war, blieben die Flugzahlen weit hinter den Prognosen zurück. Steinkrügers Kritik unterstreicht die langjährigen Bedenken wegen Lärm und gebrochener Versprechen. Die Eröffnungsfeier markiert nun einen umstrittenen Meilenstein für die Region.






