Theatertreffen der Jugend 2024: Sieben mutige Stücke über Trauer und Identität
Dorit GierschnerTheatertreffen der Jugend 2024: Sieben mutige Stücke über Trauer und Identität
Sieben Jugendtheaterproduktionen sind für das diesjährige Theatertreffen der Jugend in Berlin ausgewählt worden. Aus über hundert Bewerbungen herausragend, überzeugen die Stücke durch ihre ungeschönte Ehrlichkeit und emotionale Wucht. Darunter befindet sich TRAUER//FALL, eine Inszenierung, die sich mit privaten und öffentlichen Erfahrungen von Trauer auseinandersetzt.
Das Festival präsentiert mutige Aufführungen, die sich tiefgründigen, persönlichen Themen widmen. TRAUER//FALL, entwickelt von POLYLUX – der Jugendtheatergruppe des Schauspiel Köln – untersucht Trauer in intimen wie kollektiven Formen. Die Produktion wurde bereits in Köln im Rahmen von Abendprogrammen und Schulvorstellungen gezeigt. In einer Szene gibt der Darsteller Gustav Becker, in einem Trikot von Fortuna Düsseldorf, den innerlichen Kampf eines leidenschaftlichen Fans wieder.
FRISCH gefragt! vom RambaZamba Theater verbindet projizierte Fragen mit intensiver Körperlichkeit. APOLLON – STOP TRYNA BE GOD von waltraud900 hingegen hinterfragt traditionelle männliche Rollenbilder und verwebt echte Gespräche zwischen Vätern und Söhnen in die Handlung.
Auf der Bühne des Haus der Berliner Festspiele stehen vierzehn junge Performende im Rampenlicht. Nordrhein-Westfalen und Berlin reichten in diesem Jahr die meisten Produktionen ein, dicht gefolgt von Brandenburg. Die ausgewählten Stücke spiegeln den Fokus des Festivals auf Unmittelbarkeit und Authentizität wider. Jede Inszenierung setzt sich mit existenziellen Fragen auseinander – ernsthaft, direkt und ohne Filter. Die Vorstellungen sind Teil des 47. Theatertreffens der Jugend in Berlin.






