Thüringer Imker hoffen nach mildem Winter auf eine starke Bienensaison
Rebekka LangernKalter Winter hilft Th├╝ringen Bienen - Bedenken bleiben - Thüringer Imker hoffen nach mildem Winter auf eine starke Bienensaison
Imker in Thüringen blicken nach mildem Winter vorsichtig optimistisch in die Zukunft
Die frostigen Bedingungen ermöglichten es den Bienen, ungestört zu ruhen – ohne Stress durch plötzliche Temperaturschwankungen. Bisher wurden in der Region keine größeren Verluste von Völkern gemeldet.
Der kalte, schneereiche Winter dieses Jahres gab den Bienen die Chance, ungestört zu überwintern. Anders als in früheren Jahren mit unberechenbaren Warmphasen verhinderte die gleichmäßige Kälte ein zu frühes Aktivwerden, das die Völker schwächen kann. Nun, mit Beginn des Frühlings, sammeln die Bienen Pollen und versorgen im Stock die neuen Larven.
Die frühe Blüte von Pflanzen wie der Palmweide bietet eine wichtige Nahrungsquelle. Ihre flauschigen Kätzchen und der proteinreiche Pollen helfen den Völkern, sich zu erholen und zu stärken. Doch der frühe Start der Natur birgt auch Risiken: Ein Später Frost könnte noch immer die zwar kräftigen, aber verletzlichen Stöcke bedrohen.
Die Imkerschaft in Thüringen ist im professionellen Bereich klein. Nur etwa 10 bis 15 Menschen bestreiten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich damit – unter Druck durch billigen Import-Honig. Gleichzeitig sind rund 3.000 Hobbyimker beim Landesverband registriert, doch die tatsächliche Zahl der Bienenhalter dürfte weit höher liegen.
Die Varroa-Milbe bleibt eine anhaltende Bedrohung, schwächt Larven und verbreitet Krankheiten. Um dem entgegenzuwirken, arbeiten Zuchtprogramme an widerstandsfähigeren Honigbienen-Linien. Trotz der Herausforderungen stimmt das Ausbleiben von Winterverlusten die Imker hoffnungsvoll für eine stabile Saison.
Da die Bienen bereits aktiv sind und die Völker wachsen, beobachten Thüringens Imker das Wetter genau. Ein später Kälteeinbruch könnte die Entwicklung noch stören – doch der ruhige Winter hat eine positive Grundstimmung geschaffen. Die Bemühungen, die Stöcke gegen Schädlinge und Klimaveränderungen zu stärken, werden die kommenden Monate prägen.