29 March 2026, 06:15

Tschechien feiert 25 Jahre Wirtschaftswunder – doch Babiš warnt vor neuen Risiken

Liniengraph, der die Trends des Beschäftigungsniveaus in Frankreich von 2000 bis 2012 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Tschechien feiert 25 Jahre Wirtschaftswunder – doch Babiš warnt vor neuen Risiken

In den vergangenen 25 Jahren hat die Tschechische Republik ein stetiges Wirtschaftswachstum erlebt – das Pro-Kopf-BIP hat sich seit dem Jahr 2000 fast vervierfacht. 2025 verzeichnete das Land ein jährliches Wachstum von 2,6 Prozent, angetrieben durch eine starke Binnennachfrage, steigende Löhne und sinkende Inflation. Nun hat der ehemalige Ministerpräsident Andrej Babiš seine Sicht auf die Erfolgsfaktoren dieser Entwicklung dargelegt – und auf die verbleibenden Herausforderungen hingewiesen.

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Zwischen 2000 und 2025 wuchs die tschechische Wirtschaft im Durchschnitt um 0,52 Prozent pro Quartal. Bis 2025 gediehen vor allem der Bausektor und der Dienstleistungsbereich, während Branchen wie die Automobil- und Maschinenbauindustrie wieder an Fahrt aufnahmen. Babiš führt diesen Aufschwung auf die starke industrielle Basis des Landes, die enge Verflechtung mit europäischen Lieferketten und die Qualifikationen der Arbeitskräfte zurück.

Als weiteren entscheidenden Faktor nennt er die fiskalpolitischen Maßnahmen der Regierung. Gleichzeitig warnt er, dass übermäßige Regulierung und Bürokratie die Wirtschaft weiterhin bremsen. Seine Lösung: Abbau von überflüssigen Vorschriften und der Wandel hin zu einer innovativeren, wertschöpfungsorientierten Wirtschaft.

Über die Grenzen der Tschechischen Republik hinaus plädiert Babiš dafür, dass die EU die Überregulierung reduzieren muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Klimapolitik Europas kritisiert er als schwächend für die Industrie im globalen Wettbewerb. Stattdessen sollte sich die EU seiner Meinung nach auf wirtschaftlichen Wohlstand und die Verbesserung der Lebensstandards konzentrieren. Entscheidungen, so betont er, müssten näher an den Bürgern getroffen werden – unter Wahrung der nationalen Souveränität.

Das Wirtschaftswachstum Tschechiens hat Nachbarländer wie Deutschland und Österreich übertroffen, wo sich das Pro-Kopf-BIP im gleichen Zeitraum lediglich verdoppelte. Angesichts der treibenden Kräfte aus Binnennachfrage und industrieller Stärke könnten Babiš' Forderungen nach weniger Bürokratie und mehr Innovation die nächste Entwicklungsphase des Landes prägen. Seine Kritik an der EU-Politik könnte zudem die breitere Debatte über Wettbewerbsfähigkeit und Regulierung beeinflussen.

Quelle