VfB Stuttgart kassiert 1:2-Niederlage gegen Porto – Rückspiel wird zur Bewährungsprobe
Vesna Döhn"37 Mal am Boden": Undav über Provokationen verärgert - VfB Stuttgart kassiert 1:2-Niederlage gegen Porto – Rückspiel wird zur Bewährungsprobe
VfB Stuttgart erleidet bitteres 1:2-Heimdebakel gegen den FC Porto im Europa-League-Achtelfinale
Im Hinspiel des Sechzehntelfinals der Europa League unterlag der VfB Stuttgart zu Hause dem FC Porto mit 1:2 – eine herbe Niederlage, die die Schwaben schwer verdauen müssen. Die Stuttgarter warfen ihren Gegnern nach dem Spiel vor, durch übertriebenes Zeitspiel und taktische Fouls den Spielfluss gestört zu haben. Besonders Mittelfeldspieler Deniz Undav kritisierte die wiederholten Theaterstürze der Porto-Spieler, die sich insgesamt 37 Mal zu Boden warfen. Nun steht Stuttgart vor der schwierigen Aufgabe, sich bis zum Rückspiel in Portugal am kommenden Donnerstag zu sammeln.
Die Gäste aus Porto übernahmen früh die Kontrolle und trafen innerhalb von nur sechs Minuten zweimal in der ersten Halbzeit. Mit einer kompakten 4-5-1-Defensivformation zwangen sie die Stuttgarter zu langen Bällen, während schnelle Konter über Gabri Veiga sowie die Flügelspieler William Gomes und Rodrigo Mora immer wieder Lücken in der Abwehr aufrissen. Zwar traf Stuttgart später die Latte und verkürzte auf 1:2, doch Porto hielt die hohe Intensität bis zum Schluss durch und sicherte sich den knappen, aber verdienten Auswärtssieg.
Nach dem Abpfiff ließen die Stuttgarter Spieler keinen Zweifel an ihrer Verärgerung. Undav geißelte Portos Vorgehen als "unsportlich" und kritisierte, dass der Schiedsrichter die Verzögerungstaktik zu spät unterband. Angelo Stiller bezeichnete das Verhalten als "beispiellos", räumte jedoch ein, dass eigene Fehler zum Ergebnis beigetragen hätten. Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt kündigte indes eine kämpferische Reaktion im Rückspiel an und betonte, das Team werde mit Entschlossenheit nach Portugal reisen.
Mit dem Rücken zur Wand muss sich der VfB nun zunächst auf die nationalen Aufgaben konzentrieren. Sebastian Hoeneß' Mannschaft empfängt am kommenden Sonntag in der Bundesliga RB Leipzig, bevor es zum alles entscheidenden Duell in Porto geht. Undav machte klar: Nur wenn Stuttgart Portos Intensität Paroli bietet, bestehe eine Chance, das Defizit noch zu wenden.
Die Hoffnungen auf das Viertelfinale hängen für die Schwaben nun am seidenen Faden. Im Rückspiel in Porto muss ein Sieg her – doch gleichzeitig gilt es, die Kräfte für die Bundesliga zu schonen. Wie das Team mit der körperbetonten und taktisch disziplinierten Spielweise der Portugiesen umgeht, wird über das weitere Schicksal im Wettbewerb entscheiden.