29 June 2026, 06:12

VW plant radikale Werksschließungen und 100.000 Stellenabbau bis 2030

Volkswagen plant, vier Fabriken zu schließen

VW plant radikale Werksschließungen und 100.000 Stellenabbau bis 2030

Volkswagen-Konzern steht unter Druck, seine europäischen Werke umzustrukturieren

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit 20 Jahren laufen die Fabriken der Volkswagen Group mit weniger als 60 Prozent Auslastung – jährlich bleiben bis zu 800.000 Fahrzeuge ungenutzt. Nun plant das Unternehmen weitreichende Maßnahmen, um Ineffizienzen und steigende Kosten zu bekämpfen.

2024 einigte sich Volkswagen auf die Schließung von drei deutschen Standorten und den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen im Inland. Konzernchef Oliver Blume schlägt zudem vor, bis 2030 vier Werke zu schließen und weltweit 100.000 Stellen abzubauen. Betroffen wären unter anderem die Standorte Zwickau und Emden, die Elektrofahrzeuge produzieren.

Die geplante Neuaufstellung unter dem Namen Group Target Picture könnte die Kernmarke Volkswagen Pkw sowie die Komponentensparte ausgliedern. Zudem soll die Volkswagen AG in ein neues Unternehmen überführt werden – verbunden mit einer Schwächung der Mitarbeitervertretung. Gewerkschaften wie die IG Metall lehnen die Pläne und die Stellenstreichungen vehement ab.

Die Produktion in Asien, insbesondere in China, ist für Volkswagen aufgrund moderner Fabriken und niedrigerer Lohnkosten deutlich günstiger. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss das Unternehmen seine deutschen Werke wieder an die volle Kapazität heranführen. Parallel hat Volkswagen über sechs Milliarden Dollar in den US-Elektroautohersteller Rivian investiert, um Software und Produktionsmethoden zu verbessern.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die seit langem bestehenden Ineffizienzen in den europäischen Werken von Volkswagen zu beheben. Die Fabriken sollen wieder voll ausgelastet werden, und die Kosten sollen sich stärker an denen der globalen Konkurrenz orientieren. Doch der Plan stößt auf massiven Widerstand von Gewerkschaften und Belegschaften.

Quelle