Wadephul fordert Iran zu Atomverzicht und Öffnung der Straße von Hormus auf
Vesna DöhnWadephul fordert Iran zu Atomverzicht und Öffnung der Straße von Hormus auf
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat ein direktes Telefongespräch mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi geführt. Das Gespräch findet vor dem Hintergrund steigender Spannungen um das iranische Atomprogramm und die Sperrung einer wichtigen Schifffahrtsroute statt. Wadephuls Äußerungen deuten zudem auf eine engere Abstimmung zwischen Berlin und Washington in dieser Frage hin.
Während des Gesprächs stellte Wadephul klare Forderungen an seinen iranischen Amtskollegen. Er bestand darauf, dass Teheran sein Nuklearwaffenprogramm vollständig und überprüfbar aufgeben müsse. Zudem forderte er die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer entscheidenden Passage für den globalen Öltransport.
Der deutsche Minister betonte, dass Verhandlungen nach wie vor der bevorzugte Weg zur Lösung der Krise seien. Seine Aussagen folgten früheren Erklärungen, wonach Deutschland und die USA in der Iran-Frage dieselben Ziele verfolgten. Beide Länder streben an, Teherans nukleare Ambitionen zu blockieren und die freie Durchfahrt durch die Meerenge wiederherzustellen.
Wadephuls deutliche Haltung markiert einen Kurswechsel in der Berliner Position und bringt sie näher an den amerikanischen Ansatz heran. Das Telefongespräch mit Araghchi spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, durch direkten Dialog die diplomatischen Spannungen abzubauen.
Die deutsche Regierung hat sich nun öffentlich der US-Politik gegenüber dem Iran angeschlossen. Wadephuls Forderungen nach nuklearer Abrüstung und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus setzen klare Bedingungen für weitere Gespräche. Wie der Iran auf diese Anforderungen reagiert, wird die nächsten Schritte im diplomatischen Prozess prägen.






