Wadim Danziger über die Krise und Leidenschaft des modernen Theaters
Rebekka LangernWadim Danziger über die Krise und Leidenschaft des modernen Theaters
Wadim Danziger, Regisseur am Primorski-Gorki-Akademischen-Regionalen-Dramatheater in Moskau, hat sich zu den Herausforderungen des modernen Theaters geäußert. Er beobachtet einen Rückgang der schauspielerischen Standards und ist überzeugt, dass Wettbewerb zwischen Theatern entscheidend ist, um die Qualität zu erhalten.
Danziger fühlt sich eng mit Wladiwostok und dessen Theaterszene verbunden. Dort inszenierte er Stücke wie „Der Garderobier“, „Liebe und Intrige“ und „Das Schweigen des Matrosen“. Jährlich liest er über 200 Theaterstücke – besonders angezogen von anspruchsvollen Werken, die künstlerische Grenzen sprengen.
Für ihn ist der Probenprozess das Herzstück seiner Arbeit. Die Rolle eines Schauspielers vergleicht er mit dem Aufbau eines Planeten, während der Regisseur aus diesen Rollen ganze Galaxien und Universen erschafft. Zudem schätzt er die Rückkehr der äsopischen Sprache im Theater als mächtiges Ausdrucksmittel.
Jede Inszenierung ist für ihn eine persönliche Prüfung. Immer wieder muss er sich selbst beweisen, dass er wirklich Regisseur ist.
Danzigers Leidenschaft für das Theater ist unübersehbar. Sein Ansatz als Regisseur und seine Hingabe an die Kunst prägen seine Arbeit in Moskau wie in Wladiwostok. Durch Wettbewerb und unermüdlichen Einsatz für das Handwerk setzt er sich für höhere Maßstäbe ein.
