Welt-Anti-Doping-Code 2027: Nada stellt strengere Regeln und mehr Athletenschutz vor
Rebekka LangernWelt-Anti-Doping-Code 2027: Nada stellt strengere Regeln und mehr Athletenschutz vor
Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) stellt zentrale Neuerungen im Welt-Anti-Doping-Code 2027 vor
Die Nationale Anti-Doping-Agentur Deutschlands (Nada) hat die wichtigsten Änderungen im kommenden Welt-Anti-Doping-Code 2027 vorgestellt. Die neuen Regelungen wurden auf der jährlichen Pressekonferenz der Nada am Dienstag erörtert. Ziel der überarbeiteten Fassung ist es, die globalen Dopingbekämpfungsmaßnahmen zu stärken und gleichzeitig die Rechte der Athletinnen und Athleten besser zu schützen.
Der Welt-Anti-Doping-Code 2027 tritt offiziell am 1. Januar 2027 in Kraft. Nada-Chef Lars Mortsiefer bezeichnete ihn als „Grundlage für die weltweite Harmonisierung der Dopingbekämpfung“. Der aktualisierte Kodex überträgt den nationalen Anti-Doping-Organisationen die volle Verantwortung für Dopingkontrollen im Inland, die Auswertung der Ergebnisse sowie disziplinarische Maßnahmen.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt nun auf dem Schutz der Menschenrechte, insbesondere für Minderjährige und vulnerable Gruppen. Die Nada betonte zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden, um weltweit einheitliche Standards in der Dopingbekämpfung zu gewährleisten.
2026 wird die Nada mit den deutschen Sportverbänden zusammenarbeiten, um die neuen Regelungen umzusetzen. Gleichzeitig stimmt sich die Agentur mit internationalen Partnern ab, um eine reibungslose Einführung zu sichern. Darüber hinaus hat die Nada eine führende Rolle bei der Entwicklung eines neuen internationalen Standards für „Nachrichtendienst und Ermittlungen“ übernommen. Dieser Bereich unterliegt künftig strengeren, global anerkannten Richtlinien.
Der Code 2027 verlagert mehr Verantwortung auf die nationalen Agenturen, stärkt aber zugleich den Schutz der Sportlerinnen und Sportler. Die Vorbereitungen der Nada im kommenden Jahr sollen sicherstellen, dass Deutschlands Anti-Doping-Politik mit den aktualisierten globalen Standards im Einklang steht. Die Änderungen zielen darauf ab, Ermittlungen wirksamer und die Durchsetzung einheitlicher zu gestalten – über alle Länder hinweg.






