02 April 2026, 22:13

Wie die dpa vor dem digitalen Umbruch Nachrichten machte – ein Film als Zeitdokument

Zentrierte Zeitung mit sichtbarem Text.

Wie die dpa vor dem digitalen Umbruch Nachrichten machte – ein Film als Zeitdokument

Der Dokumentarfilm Ambient Noise aus dem Jahr 2016 bietet einen seltenen Einblick in die Berliner Redaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Unter der Regie von Friedrich Rackwitz untersucht der 83-minütige Film, wie Nachrichten aus einem Mix von Quellen, engen Deadlines und redaktionellen Entscheidungen entstehen. Noch im selben Jahr war er für den Deutschen Wettbewerb beim DOK.fest München nominiert.

Ambient Noise wurde von der Meku Film GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) produziert. Als Dokumentarfilm mit biografischen Elementen eingestuft, erhielt er eine FSK-Freigabe ohne Altersbeschränkung. Gedreht wurde der gesamte Film in Deutschland, mit Fokus auf den Arbeitsalltag einer der größten Nachrichtenagenturen des Landes.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Rackwitz, der auch das Drehbuch verfasste, führt die Zuschauer durch das hektische Umfeld, in dem Journalisten Präzision, Geschwindigkeit und redaktionelles Gespür in Einklang bringen müssen. Der Film hält einen Moment fest, der noch vor den großen Umbrüchen in den Medien lag – wie später ARD-Vorsitzender Florian Hager anmerkte. Bis 2026 hatten KI-Tools und soziale Medien die Arbeitsabläufe der dpa grundlegend verändert: Journalisten entwickelten sich von klassischen Gatekeepern zu Kuratoren maßgeschneiderten Inhalts.

Der Film bleibt eine Momentaufnahme einer Redaktion vor dem digitalen Wandel. Seine Veröffentlichung und Nominierung beim DOK.fest München unterstrichen die sich wandelnde Rolle des Journalismus in einer Ära rasanten technologischen Fortschritts. Ambient Noise dient heute als Dokumentation darüber, wie Nachrichtenproduktion einst funktionierte – und wie sehr sie sich seitdem verändert hat.

Quelle