08 June 2026, 02:09

Wohnungsbeihilfen-Kürzung trifft eine Million Haushalte – Experte warnt vor fatalen Folgen

Parit├Ątsverband: Wohngeld-Kürzung treibt Menschen in Armut

Wohnungsbeihilfen-Kürzung trifft eine Million Haushalte – Experte warnt vor fatalen Folgen

Die Pläne der Bundesregierung, die Wohnungsbeihilfen um eine Milliarde Euro zu kürzen, stoßen auf scharfe Kritik. Der Wohnungspolitikexperte Carsten Rock bezeichnete den Schritt als „höchst besorgniserregend“ und warnte, dass davon über eine Million Haushalte betroffen wären. Seiner Ansicht nach gehe die Politik am eigentlichen Problem vorbei: den explodierenden Mieten, die viele Menschen an den Rand des Existenzminimums drängten.

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Rock wies die Begründung zurück, wonach die steigenden Kosten für Wohngeld die Kürzungen rechtfertigten. Stattdessen machte er die laschen Mietpreisbremse und die horrend hohen Wohnkosten für die wachsenden Ausgaben verantwortlich. Viele einkommensschwache Haushalte gäben bereits jetzt fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens allein für die Miete aus.

Zudem warnte er, dass die Streichungen bei den Wohnungsbeihilfen nach hinten losgehen könnten. Immer mehr Menschen würden dann auf Grundsicherung angewiesen sein – was mögliche Einsparungen wieder zunichtemache. Rock verwies darauf, dass große Wohnungsunternehmen ihren Aktionären bis zu 200 Euro pro Wohnung ausschütteten – mitfinanziert von den Steuerzahlern –, während Mieterinnen und Mieter sich die Mieten kaum noch leisten könnten.

Die geplanten Kürzungen wurden als symbolträchtig und hart kritisiert. Rock warf der Politik vor, Mieter im Stich zu lassen, indem sie sich auf Leistungskürzungen konzentriere, statt die überhöhten Wohnkosten zu bekämpfen. Ohne strengere Regulierungen, so sein Argument, würden die Mieter weiter die Hauptlast der Krise tragen.

Die Kürzung des Wohngelds um eine Milliarde Euro würde direkt über eine Million Haushalte treffen. Rocks Kritik zeigt die Kluft zwischen steigenden Mieten und stagnierender Unterstützung für von Armut bedrohte Menschen. Ohne Reformen bei der Mietpreisbremse werde sich die finanzielle Belastung der Mieter kaum verringern.

Quelle