Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – kann der Traditionsbetrieb gerettet werden?
Rebekka LangernWolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – kann der Traditionsbetrieb gerettet werden?
Die Wolters Brauerei hat Eigenverwaltung beantragt, um ihr Unternehmen eigenständig zu restrukturieren. Gerüchte über eine mögliche Pleite des Traditionsbetriebs haben in den letzten Tagen die Runde gemacht und bei lokalen Akteuren Besorgnis ausgelöst. Die Stadtverwaltung zeigt sich vorsichtig optimistisch in Bezug auf die Zukunft des Unternehmens.
Die CDU-Stadtratsfraktion plant, einen Eilantrag einzubringen, um eine Taskforce zur Rettung der Brauerei einzurichten. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Geschäftsführung von Wolters, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Fraktionen im Stadtrat angehören.
Die Stadtverwaltung hat deutlich gemacht, dass sie nicht offiziell in den Restrukturierungsprozess eingebunden ist. Wettbewerbsrecht und Beihilferegeln verbieten kommunale Eingriffe in Finanzkrisen privater Unternehmen, sodass die Brauerei ihre Herausforderungen eigenständig bewältigen muss.
Für mögliche Gesprächsrunden fordert die Stadt zunächst die Ergebnisse der Insolvenzverhandlungen sowie eine klare Strategie zur Fortführung oder Umstrukturierung des Betriebs. Man stehe im Austausch mit der Wolters-Geschäftsführung und sei offen für erweiterte Gespräche mit Stadtratsvertretern und regionalen Akteuren.
Die Stadt betrachtet die Wolters Brauerei als festen Bestandteil der kulinarischen Kultur der Region. Man hoffe auf das Überleben des Unternehmens, betont jedoch, dass die Handlungsmöglichkeiten durch rechtliche Vorgaben begrenzt seien. Die nächsten Schritte hängen nun von den eigenen Restrukturierungsbemühungen der Brauerei und den Ergebnissen des Insolvenzverfahrens ab.
