1&1 revolutioniert den Mobilfunkmarkt mit Open-RAN-5G und sinkenden Preisen
Rebekka Langern1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 revolutioniert den Mobilfunkmarkt mit Open-RAN-5G und sinkenden Preisen
1&1: Deutschlands vierter Mobilfunkanbieter wächst rasant – und stellt die Branche auf den Kopf
Seit seinem Marktstart Ende 2023 hat Deutschlands vierter Mobilfunkanbieter 1&1 einen beeindruckenden Aufstieg hingelegt. Mit Open-RAN-5G-Technologie versorgt das Unternehmen mittlerweile über ein Viertel aller deutschen Haushalte und bedient rund 12,5 Millionen Kunden. Dieser Erfolg kommt inmitten eines harten Wettbewerbs mit den etablierten Anbietern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2, die kürzlich selbst die Marke von 18 Millionen Vertragskunden erreichten.
Die Markteinführung von 1&1 hat bereits zu sinkenden Verbraucherpreisen geführt und die Konkurrenten gezwungen, ihre Tarife anzupassen. Doch hinter den Kulissen führt Unternehmensgründer Ralph Dommermuth einen Rechtsstreit mit den Regulierungsbehörden über die Frequenzvergabe – und betont zugleich, dass ein Verkauf des Unternehmens nicht infrage kommt.
Ein kühner Marktauftritt mit Open-RAN-Technologie 1&1 startete mit einer ambitionierten Strategie: der Aufbau eines 5G-Netzes auf Basis von Open-RAN – und das von Grund auf. Bis Ende 2025 hatte das Unternehmen bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte erreicht und damit das von der Bundesnetzagentur gesetzte Ziel von 25 Prozent übertroffen. Nun peilt 1&1 bis Ende 2026 eine Abdeckung von 35 Prozent an, gestützt durch massive Investitionen – allein 265 Millionen Euro flossen in den Netzausbau.
Um Versorgungslücken zu überbrücken, kooperiert 1&1 vorübergehend mit Vodafone, während das eigene Netz ausgebaut wird. Diese Herangehensweise fand Anerkennung: Das Unternehmen erhielt Auszeichnungen für die Breitbandqualität, auch wenn direkte Preisvergleiche nicht öffentlich sind. Branchenbeobachter heben hervor, dass 1&1 mit einer klugen Mischung aus preisgünstigen und Premium-Angeboten erfolgreich eine Nische in dem umkämpften Markt besetzt hat.
Rechtliche Auseinandersetzungen und strategische Partnerschaften Doch die Herausforderungen bleiben. Dommermuth kritisiert öffentlich die Entscheidung der Bundesnetzagentur, niederfrequente Bänder ausschließlich an die etablierten Anbieter zu vergeben – ein Schritt, den er als rechtswidrig bezeichnet. Er hat dagegen Klage eingereicht und argumentiert, dass dies die Konkurrenten unrechtmäßig begünstige. Trotz des Streits zeigt er sich jedoch entschlossen, das Projekt weiterzuführen, und wies Spekulationen über einen möglichen Verkauf zurück. Stattdessen signalisiert er Offenheit für pragmatische Kooperationen, etwa die gemeinsame Nutzung von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern.
Spürbare Auswirkungen auf Verbraucher und Markt Die Auswirkungen auf die Verbraucher sind bereits spürbar: Seit dem Marktstart von 1&1 sind die Mobilfunkpreise in Deutschland spürbar gesunken – eine direkte Folge des verschärften Wettbewerbs. Zwar dominieren Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 nach wie vor in puncto Kundenanzahl, doch der aggressive Ausbau und der juristische Kampf um fairen Zugang zu Frequenzen verändern die Branche nachhaltig.
Dommermuths Position ist klar: 1&1 bleibt. Ein Rückzug ist nicht in Sicht – im Gegenteil, der Fokus liegt auf Expansion, Innovation und dem Druck auf die Regulierungsbehörden, für gleiche Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.
Fazit: Mehr Wettbewerb, niedrigere Preise, neue Dynamik 1&1s rasantes Wachstum hat den deutschen Mobilfunkmarkt aufgemischt: Die Verbraucher profitieren von günstigeren Tarifen und einer echten Alternative zu den drei großen Anbietern. Bis Ende 2026 will das Unternehmen 35 Prozent der Haushalte erreichen – gestützt durch weitere Investitionen und mögliche Partnerschaften für den Infrastrukturausbau in ländlichen Regionen.
Der Rechtsstreit um die Frequenzvergabe bringt zwar Unsicherheit mit sich, doch die Unternehmensführung zeigt keine Anzeichen von Rückzug. Vorerst scheint der Kurs klar: mehr Netzabdeckung, mehr Wettbewerb – und Millionen Kunden, die bereits überzeugt sind.






