Augsburger Stichwahl im Bierzelt: Platzmangel zwingt zu kreativer Lösung
Dorit GierschnerKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburger Stichwahl im Bierzelt: Platzmangel zwingt zu kreativer Lösung
Augsburgs Bürgermeister-Stichwahl fand in einem Bierzelte statt – aus Platzmangel
Die Stichwahl um das Augsburger Bürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung, als die Stadt die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte auswertete. Da kein anderer großer Veranstaltungsort verfügbar war, wichen die Verantwortlichen auf das Gelände des Plärrer-Festplatzes aus. Die Entscheidung fiel just in dem Moment, als die Vorbereitungen für das Osterfest im Gange waren.
Normalerweise nutzt die Stadt für die Auszählung der Briefwahl eine Ausstellungshalle – so auch in der ersten Wahlrunde am 8. März 2026. Doch für die Stichwahl stand die Halle nicht zur Verfügung.
Der Plärrer bot eine praktische Lösung: Die Bierzelte für das bevorstehende Osterfest waren bereits aufgebaut und boten damit einen fertigen Veranstaltungsraum. Ohne alternative Optionen reservierte die Stadt kurzerhand eines der Zelte für die Auszählung.
Bei der Stichwahl trat die amtierende Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) gegen den SPD-Herausforderer Florian Freund an. Weber hatte im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreicht, weshalb eine zweite Abstimmung nötig wurde.
Das Bierzelte wurde zum provisorischen Zentrum für die Auswertung Tausender Briefwahlstimmen. Die Behörden bestätigten, dass der Ort alle rechtlichen und logistischen Anforderungen erfüllte. Die endgültigen Ergebnisse werden zeigen, ob Weber ihr Amt behält oder Freund als neuer Augsburger Oberbürgermeister die Nachfolge antritt.






