Augsburgs neues Römermuseum: 60 Millionen Euro für ein antikes Erbe
Rebekka LangernGrünes Licht: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 60 Millionen Euro für ein antikes Erbe
Ein neues Römermuseum in Augsburg ist der Verwirklichung einen großen Schritt nähergekommen, nachdem die bayerische Staatsregierung bedeutende Fördermittel zugesagt hat. Das Projekt, das seit über einem Jahrzehnt in Planung ist, soll die reiche Geschichte der Stadt als eine der ältesten römischen Siedlungen Deutschlands präsentieren. Bei Zustimmung des Stadtrats könnte das Museum bereits 2033 seine Türen öffnen.
Augsburg war einst als Augusta Vindelicum bekannt, die zentrale Stadt der römischen Provinz Raetien. Vor über 2.000 Jahren von Kaiser Augustus gegründet, zählt sie noch heute zu den historisch bedeutendsten Städten Deutschlands. Das letzte Römermuseum Augsburgs musste 2012 wegen baulicher Mängel schließen, seitdem fehlt der Stadt ein eigener Ausstellungsort für ihr antikes Erbe.
Das neue Museum wird ein restauriertes, 2.000 Jahre altes römisches Mosaik zeigen, das ursprünglich in Augsburg entdeckt und kürzlich den städtischen Archäologen zurückgegeben wurde. Dieses Kunstwerk sowie weitere Funde werden die Rolle der Stadt in der römischen Geschichte veranschaulichen. Das Mosaik war für die geplante Landesausstellung Römerwelten restauriert worden, die nun bis zur Fertigstellung des Museums verschoben wurde.
Die bayerische Staatsregierung hat sich verpflichtet, die Hälfte der Projektkosten in Höhe von 60 Millionen Euro zu tragen – darunter ein 30-Millionen-Zuschuss sowie die Übertragung eines staatlichen Grundstücks, des ehemaligen Gefängniskomplexes in der Karmelitengasse. Das Museum wird zudem eng mit der Landesausstellung Römisches Bayern verknüpft sein, die vom Archäologischen Staatsmuseum München organisiert wird.
Über das Museum wurde zwar schon seit Jahren diskutiert, doch die jüngste Finanzierungsspritze bringt das Vorhaben nun greifbar näher. Bevor der Bau beginnen kann, muss der Stadtrat jedoch noch die endgültige Genehmigung erteilen.
Die Eröffnung des Museums ist für 2033 geplant. Mit der Unterstützung des Freistaats und einem idealen Standort soll das Projekt das antike Erbe Augsburgs bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Das restaurierte Mosaik und weitere Exponate werden Besuchern einen Einblick in die Bedeutung Augsburgs als zentrale römische Siedlung bieten.






