24 March 2026, 04:13

Bechtle verkleinert Vorstand und kämpft mit schwacher Aktienperformance

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Bechtle verkleinert Vorstand und kämpft mit schwacher Aktienperformance

Bechtle reformiert Führung und Finanzstrategie angesichts anhaltender Geschäftsherausforderungen

Der IT-Konzern Bechtle hat eine Umstrukturierung seiner Führungsetage und Finanzplanung angekündigt. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Vorstand bis Januar 2027 von vier auf drei Mitglieder verkleinert werden. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten, Lieferengpässen und eines deutlichen Kursrutschs der Aktie in diesem Jahr.

Am 20. März 2026 war der Aktienkurs um 16,3 % auf 25,10 Euro eingebrochen – den niedrigsten Stand seit März 2019. Trotz dieses Rückgangs verzeichnet Bechtle über einen nicht näher bezeichneten Zeitraum eine Gesamtperformance inklusive Dividenden von 121,7 %. Externe Faktoren wie geopolitische Spannungen, volatile Märkte und rasante technologische Veränderungen verschärfen die Lage zusätzlich.

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Für das Jahr 2026 prognostiziert das Unternehmen ein moderates Umsatzwachstum von 5 bis 10 % sowie ein Vorsteuerergebnis, das lediglich um 0 bis 5 % zulegen soll. Die Vorsteuermarge wird voraussichtlich auf maximal fünf Prozent sinken. Engpässe bei Speicherkomponenten treiben weiterhin die Preise in die Höhe, während die künftige Nachfrage der Kunden unsicher bleibt.

Auch in der Führungsebene gibt es Veränderungen: Nach 17 Jahren an der Spitze wird CEO Thomas Olemotz sein Amt Anfang 2027 an Konstantin Ebert übergeben. Antje Leminsky scheidet Ende 2026 aus dem Vorstand aus. Das neue dreiköpfige Führungsteam will interne Prozesse beschleunigen, um das Umsatzziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 zu erreichen.

Trotz eines Gewinnrückgangs im Jahr 2025 schlägt Bechtle vor, die Dividende stabil bei 0,70 Euro pro Aktie zu halten. Die Unternehmensführung wird die Prognose für 2026 zur Jahresmitte überprüfen – insbesondere mit Blick auf die Auswirkungen der Chipknappheit auf die Rentabilität.

Mit der Neuaufstellung soll die Entscheidungsfindung effizienter gestaltet werden, während Bechtle sich in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Mit einem schlankeren Vorstand und einem neuen CEO will das Unternehmen die Dividende halten und sich gleichzeitig an die Störungen in der Lieferkette anpassen. Ein Update zur Jahresmitte soll weitere Klarheit über die finanzielle Entwicklung und die Verfügbarkeit von Halbleitern bringen.

Quelle