20 March 2026, 08:13

Benedikt Böhm kehrt an den Schauplatz des Schicksals zurück – ein Jahrzehnt nach der tödlichen Lawine

Schwarzes und weißes Foto von Mount Everest in den Himalayas, Indien, mit schneebedeckten Gipfeln und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

Weltrekorde in Lebensgefahr - Benedikt Böhm kehrt an den Schauplatz des Schicksals zurück – ein Jahrzehnt nach der tödlichen Lawine

2014 endete eine tragische Lawine am Shishapangma tödlich für den Bergsteiger Sebastian Haag und hinterließ seinen Kletterpartner Benedikt Böhm zerrüttet. Die beiden galten als Pioniere des extremen alpinen Speedbergsteigens – sie bestiegen himalayische Riesen ohne zusätzlichen Sauerstoff und fuhren die Gipfel anschließend auf Skiern wieder hinab. Nun, über ein Jahrzehnt später, bereitet sich Böhm darauf vor, an den Berg zurückzukehren, an dem alles begann: den Muztagh Ata im Westen Chinas.

Benedikt Böhm und Sebastian Haag machten erstmals als Extrembergsteiger von sich reden, indem sie Siebentausender und Achttausender in Rekordzeit bezwangen. Ihr Ansatz war gewagt: kein Flaschensauerstoff, schnelle Aufstiege und Abfahrten auf Skiern. Ihre Leistungen brachten ihnen Anerkennung ein, doch 2014 sollte ihr Ehrgeiz sie fast an einen neuen Höhepunkt führen – als sie sich vornahmen, den Shishapangma und den Cho Oyu innerhalb von nur sieben Tagen zu besteigen.

Am 24. September 2014 schlug das Schicksal kurz unter dem Gipfel des Shishapangma zu. Eine Lawine verschüttete Haag und riss ihn in den Tod, während Böhms Welt in Trümmer fiel. Der Verlust stürzte ihn in eine tiefe Trauer, die er später als einen "Albtraum, aus dem er nicht erwachen konnte", beschrieb. Die Tragödie zwang ihn, den Sinn zu hinterfragen, für Weltrekorde alles zu riskieren.

Die Dokumentation Tödlicher Himalaya begleitet Böhm bei seiner Rückkehr zum Muztagh Ata, dem Schauplatz ihres ersten gemeinsamen Speedaufstiegs. Der Film zeigt seinen Kampf, die Faszination für Rekordjagden mit der Last von Haags Tod in Einklang zu bringen.

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Böhms Rückkehr zum Muztagh Ata im Jahr 2025 markiert einen bewegenden Moment in seiner Bergsteigerkarriere. Die Expedition ist zugleich eine Hommage an Haag und eine Reflexion über den Preis des Extrembergsteigens. Die Dokumentation, die diese Reise festhält, wird Einblicke in die besondere Verbindung der beiden Kletterer und die Risiken geben, denen sie sich aussetzten.

Quelle