27 March 2026, 08:13

Bessere Arbeitsbedingungen für ÖPNV-Beschäftigte in NRW – doch wer zahlt die Rechnung?

Plakat mit einem Zug auf einem Bahngleis mit mehreren Menschen in der Nähe, das "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation" bewirbt.

Bessere Arbeitsbedingungen für ÖPNV-Beschäftigte in NRW – doch wer zahlt die Rechnung?

Beschäftigte im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen erhalten bald bessere Arbeitsbedingungen. Ein neues Tarifabkommen senkt die wöchentliche Arbeitszeit bei gleichbleibendem Lohn. Die Änderungen könnten jedoch zu höheren Kosten für Verkehrsbetriebe führen – und langfristig auch für Fahrgäste.

Ab Juli 2027 reduziert sich die Wochenarbeitszeit für Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr von 39 auf 38,5 Stunden. Bis Juli 2028 sinkt sie weiter auf 38 Stunden – ohne Lohnverlust. Zudem steigen die Sonntagszuschläge, und die gesetzlichen Ruhezeiten werden verlängert.

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Ziel der Verbesserungen ist es, den Beruf attraktiver zu machen und neue Fachkräfte zu gewinnen. Doch kürzere Arbeitszeiten und höhere Zuschläge bedeuten für die Verkehrsunternehmen steigende Personalkosten. Um Schichten abdecken zu können, könnte mehr Personal nötig sein, was die Ausgaben weiter in die Höhe treibt.

Ungeklärt bleibt bisher, wer die zusätzlichen Kosten tragen soll. Mögliche Optionen sind öffentliche Träger, Bund und Länder oder – über künftige Preiserhöhungen – die Fahrgäste selbst. Zwar ist eine sofortige Ticketpreiserhöhung unwahrscheinlich, doch langfristig könnten Anpassungen nötig werden, falls keine zusätzlichen Mittel bereitgestellt werden.

Wie sich die neuen Regelungen konkret auf Fahrpläne in Städten wie Solingen auswirken, ist noch unklar. Die Verkehrsbetriebe haben noch keine Details zu möglichen betrieblichen Änderungen ab 2027 genannt.

Die Reformen bringen für Beschäftigte im ÖPNV spürbare Verbesserungen – weniger Arbeitsstunden und höhere Sonntagszuschläge. Ohne zusätzliche Finanzierung könnten die Unternehmen jedoch Schwierigkeiten bekommen, die Mehrkosten zu stemmen. Am Ende könnten die Fahrgäste über höhere Ticketpreise zur Kasse gebeten werden.

Quelle