Betrunkener greift Bundespolizisten an Gleisen an – Zugverkehr lahmgelegt
Dorit GierschnerBetrunkener greift Bundespolizisten an Gleisen an – Zugverkehr lahmgelegt
Am Donnerstagnachmittag ist ein Bundespolizist bei einem Einsatz in der Nähe der Bahnstrecke zwischen Güstrow und Priemerburg angegriffen worden. Der Vorfall führte zu erheblichen Zugverspätungen und teilweisen Ausfällen im gesamten Regionalverkehr.
Der Angriff ereignete sich, als der Beamte einen Mann kontrollierte, der schlafend zwischen den Gleisen lag. Nach dem Aufwachen wurde der 37-jährige Deutsche – der mit einem Blutalkoholwert von 2,45 Promille stark betrunken war – aggressiv. Er griff den Polizisten körperlich an und verursachte dabei Schürfwunden und Prellungen.
Der Täter wurde später in Gewahrsam genommen, nachdem die Behörden sich mit der Staatsanwaltschaft Rostock und dem Amtsgericht abgestimmt hatten. Gegen ihn wurden nun Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs eingeleitet.
Durch den Vorfall kam es bei 18 Zügen zu Verspätungen mit einer Gesamtverzögerung von 326 Minuten. Zwei Verbindungen fielen zudem teilweise aus, was zu Reisebehinderungen für Fahrgäste in der Region führte.
Der verletzte Beamte wurde wegen leichter Verletzungen ärztlich versorgt. Der Verdächtige bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Der Zugverkehr läuft inzwischen wieder normal.






